~ Von Handel und Handwerk ~


Der Handel wie wir ihn heute kennen, entstand erst lange nach den frühen Formen des Handwerks. Das Handwerk diente zunächst ausschließlich dem Zweck der Selbstversorgung. Wurde Überschuss erwirtschaftet, führte es zu Tauschhandel und so zu den ersten Spezialisierungen. Später, mit dem Aufkommen des Geldwesens und der Währungen, bildeten sich Vorformen des modernen Handels und die ersten kleinen Handelsbündnisse. Allerdings gehört der Tauschhandel in vielen Teilen der Immerlande noch immer zum normalen Alltag.


Die durch das frühe Handwerk so langsam entstandenen Handelsnetze bilden die Grundlage für die Organisierung des heutigen modernen Handwerks in seinen unzähligen Gilden und Zünften. Diese stellen wiederum die Grundlage für den Reichtum, aber auch die Entwicklung und das Wachstum sowie die Organisation bzw. Ordnung der Städte und Länder der Immerlande dar. Bei den Nachfahren der ersten Menschen, der ursprünglichen Völkern, die immer noch den alten Wegen folgen, hat sich eine derartige Entwicklung nie durchgesetzt. Diese war jedoch ebenso verantwortlich für die Entwicklung des Finanz- und Bankwesens, wie auch für das stetige Voranschreiten der Wissenschaften.


Die verschiedenen Handelsabkommen, Bündnisse und Verträge tragen auch zum friedlichen Nebeneinander bei, solange die Beteiligten Gewinne erzielen oder sonstige Vorteile daraus ziehen. Also sind Handwerk und Handel eine der unzähligen Triebfedern der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung der immerländischen Völker und ihrer Reiche.


Die Handwerkszünfte und Gilden sind teils städte- und länderübergreifend vernetzt und organisiert, wie etwa  die Steinmetze. Die meisten Zünfte und Gilden sind jedoch regional und richten sich beispielsweise nach den vorkommenden Rohstoffen und Bodenschätzen und besitzen Gildenhäuser und Niederlassungen in größeren Siedlungen und Städten. Sie legen einen hohen Wert auf eine fundierte und umfassende Ausbildung für ihre Gilden- und Zunftmitglieder bzw. Brüder und Schwestern und gewährleisten so ein beständig hohes und gutes Niveau ihres Handwerks. Dieses gesicherte Können des Handwerks dient zum einen der Qualität und vergleichbaren Preise der Waren, aber unterstreicht ebenfalls die Vormachtstellung der Gilden und Zunftmitglieder gegenüber Laien und ist somit auch Selbstzweck. Des Weiteren hat der Handel durch die allgemeinen Vorschriften und Anforderungen der Handwerksbünde eine gesicherte Vergleichsmöglichkeit.


Die Ränge der einzelnen Zünfte und Gilden unterscheiden sich von Organisation zu Organisation. In den Handwerkszünften ist die Unterteilung in Lehrling, Geselle, Meister und Lehrmeister üblich, aber darüber hinaus gibt es diverse Abstufungen. Die wichtigsten Handelszusammenschlüsse sind die rhaínländische Silbermeerhanse, die Große Ostmeer Handelsgesellschaft, die Westildorische Handelsgesellschaft sowie diverse große Händlergilden und Karawansereien in Azurien.