~ Von Lehrenden und Lernenden ~


Lernen und Lehren findet ständig und überall statt und jeder findet sich im Laufe seines Lebens irgendwann einmal sowohl in der Rolle des Lehrers, als auch in der Position des Schülers wieder. Ein Kind, gleichgültig welchen Volkes, lernt meist zunächst von seinen Eltern und anderen Angehörigen oder eben Stammesmitgliedern Dinge wie das Laufen und das Sprechen und alle grundlegenden Fähigkeiten, die es für sein weiteres Leben benötigt. Danach lernt er oder sie möglichst noch das, wofür es vielleicht besondere Begabung zeigt.  Während ein Angehöriger des Baumvolkes also beispielsweise erfährt, wo schmackhafte Pilze wachsen, übt ein kleiner Barbar, wie man einen Gronabär erlegt und der Sohn eines ildorischen Händlers lernt lesen, schreiben und rechnen – je nachdem, wo die persönlichen Talente liegen, werden diese dann meist auch gefördert, ganz gleich, in welcher Gesellschaft man aufwächst. Wie gut etwas erlernt wird, hängt dabei natürlich auch von der Güte des Lehrers ab, der Art des Lernens und den Grundvoraussetzungen und Fertigkeiten des Lernenden. Spielt all das ideal zusammen, so kann ein Schüler eines Tages selbst den eigenen Lehrer überflügeln.

Neben den grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten, die von allen möglichen erfahrenen Personen erlernt werden können, gibt es bei den zivilisierten Völkern sowohl in Dorf und Stadt auch noch weiterführende Ausbildungen in Lehre und Studium. Lehren sind vor allem bei Handels- und Handwerksberufen Gang und Gebe, doch nicht nur dort. Um einen Beruf zu erlernen wird ein Lehrling von seinem Meister in allem ausgebildet, was dieser kann. In manchen Berufen folgt auf die Lehrlingszeit auch noch eine Gesellenzeit, wie beispielsweise bei den Zimmerleuten, in anderen ist dies nicht der Fall. Unter den Lehrberufen gibt es große Unterschiede in der Ausbildungsdauer und im Umfang. Eine Näherin kann bereits nach wenigen Jahren alles Wichtige erlernt haben, wohingegen Krieger schon von klein auf trainieren müssen und Heilkundige etwa ganze acht Jahre brauchen, um ihre Grundausbildung abschließen zu können.


Nach der Lehre oder Ausbildung gibt es häufig noch Spezialisierungsmöglichkeiten, so kann ein einfacher Gardist zum Offizier werden, ein Schmied zum Plattner und ein Heiler zum Wundarzt. Dazu braucht es dann wiederum Jahre des Wissenserwerbs und des Erfahrungssammelns. So gesehen kann sich ein jeder bis ins hohe Alter weiterbilden und immer wieder Neues kennenlernen.


Neben zahlreichen klassischen "Berufen" gibt es noch viele weitere. Eine Sonderrolle spielen zum Beispiel die Priester und Ritter, die besondere Kräfte von den Göttern erhalten, die einen in den Tempeln, die anderen im Laufe ihres Lebens. Ähnlich ist es auch bei den Anirani, den Heilmagiern, und den arkanen Magiern, die im Laufe des Erwachsenwerdens ihr angeborenes Talent entwickeln und zur Ausbildung  - hoffentlich - an die Akademien und Arkanas gehen. Eine weitere Besonderheit sind die Schamanen, die zunächst bei einem anderen Schamanen lernen und ihre Pfade im Anschluss allein begehen oder die angehenden Druiden, welche ihren Meister instinktiv erkennen und mitunter sehr lange Zeit bei ihm in die Ausbildung gehen.

Bekannte Lehr- Ausbildungsstätten:

 

Als Lehrstätten werden Institutionen bezeichnet, die sich auf die Weitergabe von Wissen konzentrieren, von der einfachen Dorfschule bis zur berühmten Universität. Sie sind meistens, doch nicht immer in größeren Städten zu finden – manche liegen jedoch auch bewusst sehr abgeschieden und einsam und sind nicht leicht zu erreichen.


Bedeutsame Lehrstätten sind die teils schon sehr ehrwürdigen, teils noch jungen Universitäten und Akademien, Horte verschiedenen Wissens. Eine kleine Auswahl besonders bekannter Stätten der Gelehrsamkeit in den Immerlanden wären unter anderem die Madrasa Al-Qarawiyyin in Mar'Varis, einer Stadt in Azurien, die beiden traditionsreichen Universitäten Caergrawnt und Rhydychen in den Nebrinôrthares, einem Fürstentum der Herzlande, die Schoolar Sterrenhal in Reykenhael in den Rhaínlanden, die Vesayron-Akademie in Cardossa und die Xinahoa-Akademie von Alayz, welche besonders berühmt für ihre Schiffbaukunst ist, beide in Freien Städten der Ostlande, die Akademie der Freien Künste in Belgrave oder die Drachenhallen in Lair Draconis, eine der ältesten und ehrwürdigsten Universitäten der Immerlande, und noch viele mehr.

Auch gibt es einige Akademien, welche sich das Lehren der Heilkunst oder Heilmagie – oder beides – auf die Fahnen geschrieben haben, etwa die Akademie von Eisherz in Immerfrost, das Anirahospital von Tober Roch, die Häuser der Heilung in Tarnon im herzländischen Fürstentum Draingarad, das Ethilenhospital in Amarvirin in der Wolfsmark am Ildorel, die Akademie Básdeûr, eine Schule der Heiler in Loabrunna in Ardun, die Akademie der Heilenden Künste von Vallendar oder das Hospital der Heiligen in Blurraent, das Haus der Heilung in Ceresdor, die Talla na Slànaighear in Belgrave und die Höhlen von Rochaylor  im Grenzland zwischen Arnis und dem Nachtwald in den Drachenlanden, die Heilerakademie der Heiligen Everarda in Koningsborn und Corvalants Haus der Heilung in Stormhaven in den Rhaínlanden um nur einige zu nennen.


Auf die Lehren alchemistischer Künste haben sich vor allem die Akademie der Alchemistischen Künste in Rhoshyr im Verdland und die Akademie Alchemya in Draingarad spezialisiert, ebenso wie die Claigeann Cnàmhan-Akademie der alchemistischen Künste im Ordensland der Sturmschwerter in den Drachenlanden.


Bekannt sind zudem die großen Arkanas und Zauberschulen der Magier. Arkanas gibt es insgesamt sechs, gerüchteweise auch sieben. Imraseth ist die Arkana der Elben, die für andere Völker nicht zugängig ist und an welcher alle Elemente unterrichtet werden. Die Arkana in Narnia im Nordosten der Immerlande ist berühmt unter Erdmagiern, jene in Serathie in Immerfrost ist seit ihrer Gründung vor allem auf das Element Feuer ausgerichtet, wohingegen sich die Arkana zu Sorbonn am Ostufer des Ildorel auf das Element Energie konzentriert. Die Arkana in Hólar im Reich der Zentauren in Sar Perduins ist bekannt für ihre Lehren zum Element Luft und die am weitesten im Süden gelegene Arkana auf den Sommerinseln, hat ihren Fokus auf das Element Wasser. Es soll irgendwo an der Rubinküste eine Arkana der Azadoura geben, doch das wird gemeinhin nur als Gerücht betrachtet und bestenfalls hinter vorgehaltener Hand in Magierkreisen geflüstert.


Zauberschulen gibt es weit mehr als große Arkanas, etwa das Arkane Gildenhaus in Ceresdor, den  Pàlais Carcin in Hochwald, das Haus der Feuerbinder im Ordensland der Sturmschwerter oder Vendis Hand in Belgrave, Reonards Haus für Zauberkunst und Magiewissenschaften in Fa'Sheel, das Toverhuisje in Inôstana und Istan'Tar Aert in Halverwege in den Rhaínlanden.


Daneben gibt es viele Magierschulen und Tempelschulen in zahlreichen Städten, aber auch Handwerksgilden, die für eine besonders gute Ausbildung bekannt sind. Die größte Schiffswerft der Rhaínlande und die bedeutendste Schule für Schiffsbau und Segelwerk am Silbermeer ist beispielsweise in Oudhaven, es gibt Schwerterakademien allerorts von unterschiedlichem Ruf und zahlreiche Tempel etwa unterhalten kleinere Schulen oder Lehrstätten nicht nur für ihre Priesterschaft.


(Natürlich wird es auch Runenhallen und Hallen der Harfner geben, doch die sind noch in Arbeit!)

 

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