~ Räuberische Pflanzen der Immerlande ~

 

Lakkamarra oder Verschlinger

 

 

Name:
Lakkamarra lautet der zwergische Name dieser monströsen räuberischen Pflanze, ihre allgemeinsprachliche Bezeichnung ist nichts anderes als die Übersetzung ihres Zardakhnamens


Art:
Sonstige Pflanzen / Räuberische Pflanzen


Aussehen:
Lakkamarrar (Plural) zählen wohl zu den am seltsamsten aussehenden Pflanzen der Immerlande.  Knorrig und verschlungen erinnern ihre Formen an eine große Wurzel, an beim Trocknen eingerollte Baumrinde oder seltsam verdrehte Vogelschwingen. Allerdings erreichen Lakkamarrar spielend Wuchshöhen von drei Schritt und mehr, und können ohne weiteres sechs bis acht Schritt lang werden. Sie sind einseitig mit schmalen, ovalen Schuppen bedeckt, während ihre andere, innere Seite von einer Art ledrigen Haut überzogen scheint. Ihre Grundfarbe ist ein mattes, metallisches bronzegrau mit bläulichen und blaugrauen, teils recht großflächigen Schlierenmustern. Die meiste Zeit liegen Lakkamarrar reglos auf der Lauer nach Beute, berührt ein unvorsichtiges oder unwissendes Wesen jedoch ihre ledrige Innenseite, rollt sich die ganze Pflanze blitzschnell um ihr hilfloses Opfer, um es zu verschlingen und mit gewaltigen Kräftenzu zerquetschen. Außerdem sondert die Pflanze durch Poren in ihrer Lederhaut stark ätzende Verdauungssäfte ab und zersetzt ihre Beute so im wahrsten Sinne des Wortes. Die "Wurzel" jeder Lakkamarra sitzt bei diesen Pflanzen nicht etwa in Stein oder Erde, sondern in ihrer Mitte, gut geschützt von dicker, lederartiger Haut und Schuppen, und besteht aus einem tiefvioletten, pulsierenden Kern, der ein wenig an eine Walnuss oder ein an Gehirn erinnert.


Verbreitungsgebiet und Vorkommen:
Lakkamarrar kommen in nahezu allen tiefen, unterirdischen Höhlensystemen der Immerlande vor, von den Inseln des südlichen Meeres bis hinauf in die Eiswüsten Gronalands, und natürlich gibt es sie damit auch überall, wo Zwerge leben. Sie sind sogar recht häufig und bilden mancherorts ganze Wälder, allen Göttern sei Dank wachsen sie jedoch eher langsam – bis eine kleine, kaum handgroße Jungpflanze dieser seltsamen, fleischfressenden Art ihre volle Größe erreicht, vergehen Jahrzehnte.

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Ernte:
Lakkamarrar haben keine besonderen Reifezeiten, können also ganzjährig "geerntet" werden… dazu muss man ihrer jedoch erst einmal Herr werden, denn vor jedem Ernten steht hier erst einmal das Töten. Die Pflanzen sind nämlich äußerst wehrhaft und wehren sich nicht nur aktiv, sondern auch ziemlich effektiv, will man ihnen ans Leder. Sie sondern dann große Mengen ihrer ätzenden Säfte ab, stellen ihre eisenharten Schuppen auf und winden sich so schnell und unvorhersehbar wie Schlangen hier- und dorthin. So mancher Zwerg, der eine Lakkamarra "ernten" wollte, hat das schon mit seinem Leben bezahlt.


Verwendung:
Lakkamarrar sind sowohl ess-, beziehungsweise trinkbar, als auch anderweitig nutzbar. Sie sind vor allem die Grundzutat des gefürchteten Zwergenbranntweins. Ihre ätzenden Sekrete sind jedoch auch gefragte Zutat zahlreicher alchemistischer und metallurgischer Säuren und Gebräue, und ihre Schuppen ein begehrtes Material für leichte, aber nahezu undurchdringliche Rüstungen.


Besonderheiten:
Lakkamarrar zählen zu den räuberischen Pflanzen und ernähren sich vom Fleisch ihrer Beutetiere, die sie zwar nicht aktiv jagen, denn sie lauern ihnen auf, aber doch ziemlich betriebsam töten. In einem gewissen Radius sind diese monströsen Pflanzen also durchaus in der Lage, sich zu bewegen.

 

Lakkamarra oder Verschlinger

 

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