~ Anukis - Das Hohe Haus Wildnis ~

 

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Anukis ist die Göttin der Tierwelt und der unberührten Wildnis. Sie ist die Hüterin und Herrin der Wildtiere und auch die große Jägerin - ihr sind alle natürlichen Geschöpfe untertan, von der Mottenmaus bis zum Waldschrat, vom sanften, scheuen Koboldsconnin bis zur wilden Chimaira. Vor allem bei den Kindern der Ersten Menschen wird sie sehr verehrt, aber auch in den Drachen-, den Herz- und Ostlanden, sowie in Immerfrost. Auch die Elben, besonders die Smaragd- und Waldelben haben eine große Liebe und Affinität zu dieser Göttin der Zwölf Mächte. Sie ist außerdem die besondere Schutzpatronin der Jäger, Waldläufer, Wildhüter und aller Bogenschützen. Andere Namen für Anukis sind die Wilde Herrin, die Große Jägerin oder Mutter Wildnis. Der Legende nach führt sie die große Jagd der Götter an und es waren ihre Pfeile im Krieg der Geißel am Ende des Zweiten Zeitalters, die den Dunklen Verwundeten, so dass er vor Bran und Shenrah, Vendis,  Amur und Sil floh und sich in die Unterwelt zurückzog.

Anukis wird immer als große, schlanke, kriegerisch anmutende Frau, oft als Smaragdelbin, mit riesigen, grünen Augen und langem, wildem Haar dargestellt, die ganz in Waldlaub gewandet ist oder eine Feenholzrüstung trägt. Bewaffnet ist sie stets mit einem Feenholzschwert, einem weißen Langbogen und silbernen Mondpfeilen. Umgeben ist sie von verschiedenen Tieren des Waldes, meist Hirschen, Bären, Füchsen und Luchsen. Bei ihr sind auch immer ihre ganz persönlichen Begleiter, der Schattenwolf Schwarzfell, der Mondwolf Nachtjäger und ihr Goldadler Berkut.  In vielen ihrer Tempel schwirren Schwärme von Feenschmetterlingen umher, die das Bildnis der Göttin umtanzen wie Motten das Licht. Der Anukis geweihte Mond ist der Blätterfall im Herbst, ihr Hohes Gestirn ist Ambryn und ihr heilig ist der Silberwolf. Ihre Attribute sind Pfeil und Bogen als traditionelle Waffe der Jäger, ihr Symbol ist zudem oft der Beizadler oder Beizfalke.

Besonders stark  wird Anukis in den Ost- und Drachenlanden, sowie den nördlichen Herzlanden verehrt, wo sich natürlich dazu ihre größten und wichtigsten Tempel finden, aber auch im Norden der Immerlande, in Immerfrost, Normand und Ardun. Vor allem Menschen, Elben und Zentauren, sowie Feen und Kobolde verehren die Göttin der Wildnis. Der größte Anukistempel der Immerlande steht in Sîri'Nar im Wald von Siam im Reich der Smaragdelben. Der größte Menschentempel der Anukis liegt in Talyra der Prächtigen, einer der beiden Freien Städte am Ildorel. In diesem Tempel werden die grünen Augen der Anukisstatue von den beiden faustgroßen Smaragden Farn und Feuer gebildet, zwei der kostbarsten und reinsten Smaragde Rohas. Ihr Hochtag ist der 3. Nebelmond, der Tag der "Großen Jagd".

Die Archonen Anukis' und des Hohen Hauses Wildnis:


Wer der Wandler


Wer, der Wandler, manchmal auch der Warg genannt, ist der Gott des Gestaltwandels, der besondere Schutzpatron aller Warge und – seit jüngerer Zeit – auch der Patron der Werwölfe. Er wird in fast allen Anukistempeln als Mischwesen mit dichten, vielfarbigen Haaren dargestellt. Manchmal trägt er Fell, manchmal auch bronzegoldene Haut, seine Augen sind jedoch immer die gelben Augen eines Raubtieres. Seine Eckzähne gleichen Fängen und seine Fingernägel mächtigen, rasiermesserscharfen Krallen. Der Legende nach brachte er den Gestaltwandel in die Welt, das war seine Gabe an die Sterblichen, die jüngeren Kinder Ealaras. Wer kann sich nach Belieben in einen Wolf, einen Adler eine Schlange oder einen Bären verwandeln, meist jedoch erscheint er als mächtiger Schattenwolf mit rauchschwarzem Pelz, denn der Wolf vereint Schlauheit und Stärke, Wildheit und Sanftmut in einem. Wers Symbol ist ein zweigeteiltes Gesicht halb Wolf, halb Mensch und der Edelstein Tulorin. Wer wird vor allem von den Stämmen der Eisigen Öden und den Waldkindern des Nachtwaldes ganz besonders stark verehrt, da unter ihnen viele Warge geboren werden, die oft die Beschützer und Jäger der Stämme sind und hohes Ansehen genießen. Sein Hochtag ist der 16. Sonnenthron und ihm heilig ist das Wertier.


Nimrod Schattenjäger

Nimrod ist der Herr der Wilden Jagd, der große Jäger der Finsternis und auch der Schutzheilige aller Jäger dieser ganz besonderen Beute. Er wird oft als Zentaur dargestellt, da dieses Volk seit alters Her schon der ewige und verschworene Feind des Chaos und der finsteren Kreaturen ist, manchmal auch als dunkelgrün gekleideter Smaragdelb oder menschlicher Jäger, gekleidet in einen Umhang in den Farben des Waldes. Nimrod trägt den mächtigen Bogen Nornontyr , die Geißel aller widernatürlichen Kreaturen und bösen Wesen, und das gewaltige Jagdhorn Thorne, dessen Schall allen Kreaturen der Unterwelt, ob niederer Schatten oder mächtiger Ältester Dämon, unerträgliche Schmerzen bereitet. Thornes Schall ist zudem in der Lage, alle Geschöpfe der Wildnis herbeizurufen. Das Jagdhorn gilt auch als Symbol dieses Archons und ihm heilig ist der Airgeadlon oder Silberhirsch. Außerdem sind ihm alle Tiere heilig, die außerhalb der Norm weiß oder als Albinos geboren werden. Vor allem Dämonenjäger und andere, welche die finsteren Kräfte der Welt bekämpfen, beten zu Nimrod um Schutz und Beistand. Sein Hochtag ist der 30. Eisfrost, der Tag, an dem er der Legende nach den ersten seiner Jäger, Mordren Faêrladir erwählte.


Sechmet


Sechmet ist die Herrin der Insekten und fast immer als Mischwesen aus einer Frau und einem Skorpion dargestellt, manchmal auch als Mischwesen aus Frau und Spinne, ganz gleich bei welchem Volk. Sechmet gilt als mächtige Archonin der Anukis', aber auch als unberechenbar und gefährlich. Alles, was da summt und krabbelt, kriecht und brummt, fliegt und flattert ist ihr untertan. Manchmal wird sie auch die Weberin oder die Schwarze Witwe genannt. Sechmet gilt außerdem als Herrin der Gifte und wird vor allem von den Alchemisten, aber auch von Heilkundigen, Jägern und manchen Kurtisanen verehrt. Dennoch hat sie keinen Fest- oder Gedenktag im Jahreslauf. Ihr heilig sind der Schwarze Imperator und die Armadeiraspinne. Nach ihr benannt sind das tödliche Gift Sechmets Tränen. Gifte werden gelegentlich auch ganz allgemein als Sechmets Gaben bezeichnet. Weniger schmeichelhaft ist die Bezeichnung Sechmetzunge für ein besonders giftiges, zänkisches Eheweib.


Tapio Bärkönig

Tapio ist der "Sprecher der Wildtiere", Herr der Tiergeister und Meister der Totems, der Bruder Wers des Wandlers. Er wird außerhalb der Anukistempel ausschließlich in heiligen Hainen oder Höhlen verehrt, nicht in gebauten Schreinen, und immer als riesenhafter Grymauch oder Höhlenbär dargestellt, jedes einzelne Haar seines dichten goldenen Pelzes hell leuchtend. Tapio ist der mächtigste Archon der Anukis, derjenige, der der Legende nach den Feen das Geschenk des Verständnisses der Tiersprachen gebracht haben soll. Vor allem Schamanen, Druiden und Warge zollen ihm Respekt und erweisen ihm Ehre, auch wenn sie vornehmlich an Ealara die Grüne Weltenmutter glauben mögen. Ihm heilig sind die Morla als Symbol der Erde und der Moosachat.  Sein Attribut ist eine einzelne, schwarze Bärenkralle. Sein Hochtag ist der 1. Erntemond.


Shrix Schnellzunge


Shrix ist die Archonin und Herrin der Kobolde und Feen, die  Königin des "Kleinen Volkes". Sie wird als Mischwesen beider Rassen dargestellt, halb Fee, halb Koboldin, meist in leuchtend bunte Farben gekleidet, mit wildem Haar und einem lustigen Funkeln in den ebenso bunten Augen. Der Sage nach spricht sie stets in entzückenden Reimen, doch man sagt auch von ihr, allerlei Verwünschungen in die Welt gebracht zu haben und immerzu nur Schabernack zu treiben. Shrix ist die besondere Schutzheilige der Feen und Kobolde, unter denen sie natürlich auch die allerhöchste Verehrung genießt. Ihr Hochtag ist der 24.. Blätterfall, der Feentag, an dem buntes Treiben und zahlreiche Tänze abgehalten werden. Ihr heilig ist der Saimiri, auf dem sie oft reitend dargestellt wird. In vielen Anukistempeln der Sommerinseln leben auch einige zahme Vertreter dieser possierlichen Äffchen.

 

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