~ Bran - Das Hohe Haus Krieg ~

 

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Bran ist der Gott der Kraft, des Kampfes, des Mutes und der Tapferkeit, aber auch der inneren Stärke und Willenskraft. Er verfügt über ungeheure physische und mentale Stärke und ist der Krieger der Götter, der Kämpfer der Zwölf Mächte. Bran ist unverwundbar, denn es heißt, die Drachen badeten ihn einst in ihrem Blut, als Roha noch jung war. Er trägt weder Rüstung, noch Waffen, denn Bran kämpft nackt, um die Kräfte Ealaras, der grünen Weltenmutter, frei in seinen Körper zu leiten und nur mit seinen Fäusten, von denen die eine aus schwarzem, die andere aus silbernem Stahl ist.

Bran ist voller Wildheit, voll ungebändigter Kraft und gewaltiger, urtümlicher Macht und er kann grausam und unerbittlich sein. Aber er ist auch gerecht und ehrenhaft. In seinen Tempeln zeigen seine Bildnisse stets einen gewaltigen, nackten Krieger, einen hochgewachsenen Mann von wahrhaft titanischen Ausmaßen, ganz gleich welchen Volkes. Seine Augen sind jedoch immer bernsteingolden und seine Fäuste meist aus Schwarzstahl und Yalaris. Sein Haar ist lang, sein Antlitz streng und kriegerisch. Es heißt Loa, seine Gemahlin, die Göttin des Feuers, habe ihm einst einen Streitwagen, gezogen von den beiden Feuerrössern "Flamme" und "Glut" geschenkt. Als Bran damit in den Krieg der Geißel zog, fielen Funken von den Leibern der beiden Götterpferde zur Erde nieder und aus ihnen entstanden die Ahnherren der ersten Feuerblutpferde der Immerlande. Bran ist der Nebelfrostmond geweiht und sein Hohes Gestirn ist Teharon. Ihm heilig sind der Branbär, der auch nach ihm benannt ist, und das reine Eisen. Sein hoher Festtag am 12. Nebelmond.

Bran wird bei den meisten immerländischen Völkern sehr verehrt, sowohl bei den Elben, als auch bei den Menschen, den Zentauren und Zwergen. Vor allem kriegerische Kulturen erweisen ihm höchste Ehren und er wird besonders stark im Norden der Immerlande, den Drachenlanden und Herzlanden, aber auch in den azurianischen Städten und bei den Elben hoch geachtet. In Normand ist er neben Sithech der am meisten verehrte Gott. Einer der größten Brantempel der Immerlande steht daher auch in der Stadt Kingsala in Normand. Die Stadt Trym in den Drachenlanden mit der Schwertakademie Sgoil Claidhmhnean, die schon viele mächtige Schwertkämpfer, ja sogar Helden hervorgebracht hat, nennt ebenfalls ein großes Heiligtum des Kriegergottes ihr Eigen. Auch in Cardossa, einer der Freien Städte der Ostlande ist ein gewaltiger Brantempel zu finden. Das Haus der Schwerter in Mar'Varis in Azurien ist ebenfalls einer der größeren Tempel dieses Gottes.

Die Archonen Brans und des Hohen Hauses Krieg:
 
 
Cromm
 

Cromm ist der gefürchtete Herr der Schlachten und Archon des Krieges, und spielt eine große Rolle in der Götterverehrung und den Kulten sehr kriegerischer Kulturen und Völker. Cromm wird auf dem Schlachtfeld angerufen, er ist jedoch auch der Schutzheilige und Patron aller Krieger und Soldaten, der Heere, Armeen und Söldner. Dargestellt wird Cromm fast immer als voll gepanzerter, schwarzer Reiter, sein graues Schwert Leid in der Hand, sitzend auf seinem wilden Schlachtross Blodragar, das Fleisch anstelle von Gras frisst, Blut anstatt Wasser säuft und sich der Legende nach von den Körpern der Gefallenen ernährt. Cromm wird vor jeder Schlacht angerufen, ihm wird geopfert und zu ihm wird im Kampfgetümmel gebetet. Dieser Archon Brans erscheint oft grausam, für Cromm zählen jedoch weder gut noch böse, sondern allein der Mut und die Wildheit einer Schlacht. Ihm heilig ist der Keiler, sein Symbol ist das Schwert. Cromms Hoher Festtag im Jahreslauf ist der 1. Taumond.
 
 
Megarn
 

Megarn, meist Megarn die Rasende oder Megarn die Furie genannt, ist Cromms wilde Schwester, die Archonin der Kampfeswut und des wilden Furors, die Göttin der Raserei und des Blutrausches. Megarn wird in nahezu allen Tempeln als barbarische Kriegerin mit dunklem Haar und grünen Augen dargestellt, in denen es beständig schwelt. Sie trägt geheimnisvolle dunkle Tätowierungen auf den Schultern und den Oberarmen und führt entweder zwei mächtige Doppeläxte oder aber eine Axt und ein Knochenpeitschenschwert als Waffen. Es heißt, sie stürze sich ebenso nackt und ungerüstet in den Kampf wie ihr Herr Bran selbst. Zusammen mit Cromm, ihrem Bruder, gilt sie vor allem bei sehr kriegerischen Völkern, bei denen der Kampf oder das Kämpfen - in welcher Form auch immer – einen hohen Stellenwert einnimmt, als besonders verehrungswürdig. Ihr Geschenk an ihre liebsten Kinder, die Barbaren des Nordens, war Megarns Zorn, die Berserkerwut im Kampf, die einen Krieger schier unverwundbar und zu einem unaufhaltsamen Angreifer macht. Sie ist auch die Patronin und besondere Schutzheilige der Berserker, die in ihr so etwas wie eine glorifizierte Ahnin oder Stammherrin sehen und sie glühend verehren. Ihr Symbol ist die gewaltige Kriegsaxt und ihr heilig ist der Bluthund. Ihr hoher Festtag im Jahreslauf ist der 28. Taumond.


Bladthor Windklinge
 
Bladthor Windklinge ist der Archon des kunstvollen Kampfes, der Disziplin, Gewandtheit und des Zweikampfes, der Schwertduelle und des Klingentanzes. Bladthor ist auch der Schutzheilige und Patron der Gladiatoren und Schwertfechter, der Duellanten und Klingentänzer. Dargestellt wird Bladthor  in den Brantempeln meist als elbischer Klingentänzer oder schneller Schwertfechter, oft auch als Kämpfer mit zwei Kurzschwertern, zwei Elbenschwertern oder aber zwei Dolchen. Seine ureigene Waffe ist jedoch das Taqât Vendisavâne oder Windklinge, das Sil einst für ihn schmiedete und das ihm auch seinen Beinamen eingebracht hat. Bladthor tritt jedoch immer, ganz gleich bei welchem Volk oder in welcher Kultur, als Mann in der Blüte seiner Jahre in Erscheinung, meist mit dunklem Haar, heller Haut und hellen, wachen Augen, denen nicht die kleinste Bewegung zu entgehen scheint. Bladthor gilt als bester Freund Thoroshs, des Unbeugsamen, eines weiteren Archonen Brans. Der Legende nach war er es, der den ersten Schwertkämpfern der Elben auf den Himmelsinseln dereinst den Klingentanz lehrte, weshalb er von allen Archonen des Kriegsgottes vor allem bei den Silberelben höchste Ehren genießt. Ihm heilig ist der Schneetiger und sein hoher Festtag ist der 12. Erntemond.

 
Thorosh der Unbeugsame

Thorosh der Unbeugsame ist der Archon der Standhaftigkeit, Ausdauer und Waffentreue, aber auch der Gebieter der Sturheit und Unerbittlichkeit. Er ist auch der Schutzheilige und Patron der schweren Infanterie, der Pikeniere und Spießkämpfer, und ebenso der Verteidiger auf den Wällen. Thorosh wird eigentlich überall und bei jedem Volk  als weißhaariger, silberbärtiger Zwerg mit schwarzen Achataugen dargestellt, der selbst für einen Zwergen ungeheuer breitschultrig, wuchtig und stark ist. Thoroshs Statuen sind stets schwer gerüstet und es heißt, der Archon sei immer von Kopf bis Fuß in kostbares Yalaris gehüllt. Immer bei sich trägt er auch den gewaltigen Hammer Zermalmer, den der Legende nach die Fro'gar einst aus allen Metallen des Unterreichs für ihn schmiedeten. Vor allem die Zwerge verehren diesen Archon des Kriegsgottes ganz besonders und sind ihm sehr zugetan, ist er doch einer der Patrone ihres Volkes und steht für so viele zwergentypische Eigenschaften. Thorosh sind das Eisenerz und der Branbüffel heilig, sein Symbol ist der Kriegshammer. Sein hoher Festtag im Zwölfmond ist der 4. Blätterfall.


Lyam der Templer

Lyam ist der Archon der Strategie, der Kriegskunst und der Kriegsführung, der militärischen Taktik und auch kriegerischen Zielstrebigkeit. Er ist der gestrenge, disziplinierte, klug planende Heerführer, aber auch der Idealist, der für ein besonderes, höheres Ziel kämpft. Oft wird er daher auch einfach nur der Templer oder der Ritter genannt. Lyam ist der besondere Patron und Schutzheilige der Ritter, Templer, Heerführer und Kriegerorden. Der Legende nach soll es auch Lyam es gewesen sein, der das Spiel der Könige ersann und es den Völkern der Immerlande schenkte, weswegen es noch heute in einigen Teilen de Immerlande Lyamspiel heißt. Lyam wird in den Brantempeln als voll gerüsteter Heerführer und Stratege mit Schild und Schwert, kühnen, entschlossenen Zügen und auffallend dunklen, weitblickenden Augen dargestellt, sehr oft zeigen seine Statuen auch bei anderen Völkern das Bildnis eines weisen Zentauren. Seine Attribute sind Ritterschwert, Schild und Standarte als Symbol eines Heerführers, um den sich Krieger scharen können. Sein hoher Festtag im Jahreslauf ist der 20. Blätterfall.

 

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