~ Loa - Das Hohe Haus Feuer ~

 

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Loa ist die Herrin der Flammen und die Göttin des Feuers, eine wilde und urtümliche Erscheinung der Zwölf Mächte. Sie ist aber auch die Gebieterin der List und Gewandtheit. Loa ist eine der mächtigsten Göttinnen des Pantheons, und ähnlich wie Vendis oder Amur, birgt sie viele gute und segensreiche, aber auch zerstörerische Kräfte. In Erscheinung tritt Loa als große, hoch gewachsene Frau mit roten Haaren aus lebendigen Flammen, leuchtend roten Augen und heller  Haut, eingehüllt in ein Gewand aus schimmerndem Feuer und glühenden Schleiern, die sie ständig zu umtanzen scheinen, lebendig wie die Flammen selbst. Andere Namen für diese Göttin sind Herrin des Feuers, Flammendame, Feuerkönigin oder Glühende.

Das Geheimnis des Feuers war ihr großes Geschenk an die Kinder Rohas, an jedes Volk ob groß oder klein, alt oder jung. Loa war es, welche die Adern der Welt einst mit ihrem glühenden Blut füllte, so dass Sil, ihr Bruder, seine gewaltige Arbeit aufnehmen und die Steine und Felsen, den Leib Rohas, formen konnte. Loa war es auch, die das Geschenk des Feueratems noch vor Anbeginn der Zeit und dem ersten Aufgang der Sonne an die Drachen gab und dem Phönix die Fähigkeit schenkte, aus seiner eigenen Asche wiederaufzuerstehen. In den meisten Tempeln zeigt ihr Bildnis eine schöne, aber wilde Frau ganz gleich welchen Volkes, mit langem, in alle Richtungen tanzendem Haar, das sich wellt wie Flammenzungen. Oft reitet ihre Statue auch auf einem Feuertiger und funkensprühende Dschinni umschweben das Abbild der Göttin.

Loa ist die Gemahlin Brans. Der Legende nach schenkte sie ihm einst die zwei Götterpferde Flamme und Glut, welche die Ahnherren der ersten Feuerblutpferde der Immerlande waren. Ihr heilig sind der Feueropal und der Feuertiger, die flammend gezeichneten magischen Wesen der südlichen Dschungelinseln. Der ihr geweihte Mond ist der Sonnenthron und ihr hohes Gestirn ist Rayran. Loa ist auch die Herrin und Gebieterin der Feuergeister oder Dschinni, und die besondere Schutzheilige aller Feuermagier. Loa wird vor allem im Norden der Immerlande sehr verehrt, wo ihre Gabe während der langen Wintermonde nicht selten über Leben und Tod entscheidet. Dort gelten Vulkane oder Feuerberge auch als heilige Orte der Göttin, wo ihr brodelndes Blut an die Oberfläche kocht und zwar große Zerstörungen anzurichten vermag, aber auch stete Wärme und damit Leben bringt. Aber auch im tiefen Süden der Immerlande, in den Freien Städten Azuriens, verehrt man Loa sehr. Ihr Hochtag im Zwölfmond ist der 12. Sonnenthron. Der größte Loatempel der Immerlande ist Tschahar Tâgh, die Zitadelle des Feuers in Mar'Varis in Azurien. Auch in der Stadt Liyonês in der Wolfsmark in den Herzlanden steht ein beeindruckender Tempel der Feuergöttin. Weitere bedeutende Heiligtümer Loas finden sich in Kheyris und Culuthux, aber auch in Cap Ardun und in Normand. Auch in den Drachenlanden wird Loa sehr verehrt.

 

Die Archonen Loas und des Hohen Hauses Feuer:
 
 
Astoe Flammenfuß

Astoe Flammenfuß ist die Archonin des Herdfeuers. Sie gilt als Schutzheilige von Heim und Herd, als Patronin der Häuser und Hüterin der Glut. Astoe unterhält das blühende Feuer der Heimstatt, den Feuerbrand des Herdes. Sie ist die freundlichste und gütigste Archonin der Feuergöttin und eine ihrer positivsten Kräfte. Astoe wandelt stets barfuß und ihre Sohlen hinterlassen glühende Flammenabdrücke wohin sie auch geht. Dargestellt wird Astoe meist als mütterliche Frau mit warmen Augen und dunklem Haar, ob als Menschen-, Elben-, Kobold- oder Zentaurenfrau. Dem reinen und mütterlichen Wesen der Archonin entsprechend, pflegt man sie sitzend oder ruhig dastehend mit ernstem Gesichtsausdruck und stets völlig bekleidet darzustellen. An ihrem Gürtel trägt sie das Horn Aêyolnirânis, in dem die ewige Glut, die niemals erlischt brennt, welche Astoe bewahrt. Astoe zu Ehren wird in jedem neugebauten Haus vor dem Einzug der Herd oder die Feuerstelle eingesegnet. Ihr heilig sind das reine Gold und die Kohle. Ihr Hochtag ist am 30. Langschnee.
 

Liktik Schnellfinger
 

Liktik ist der Herr der List und Verstohlenheit, der Archon der Schlauheit und "Fürst der Tausend Listen". Likitk ist auch der besondere Schutzpatron aller Diebe, Schurken, Saboteure und Ränkeschmieder. Bei nahezu allen Völkern wird Liktik in den Tempeln der Feuergöttin und in seinen eigenen Schreinen als Kobold, gekleidet in alle dunklen Farben der Nacht und der Verstohlenheit dargestellt, oft mit einer Diebesmaske auf dem Gesicht, aus der nur die listig funkelnden Augen hervorschauen. Liktik ist als Archon aller möglichen Schurkerei zwar nicht besonders beliebt, wird jedoch als Gebieter von Schlauheit, List und Tücke auch von anderen verehrt, nicht unbedingt nur von seinen persönlichen Schutzbefohlenen. Der Legende nach besitzt Liktik eine Tarnkappe, einen Umhang, der vollkommen unsichtbar macht. Sein Symbol ist ein Schlüsselbund mit allerlei Diebeswerkzeugen wie kleinen Metallsägen, Feilen und Schlüsseln und ihm heilig sind die Liktika, die nach ihm benannt ist und der Schurkenstein, der mancherorts auch Liktikar genannt wird. Liktiks Hochtag ist der 1. Erntemond, der Liktiktag oder Allerschurken.


Vhoshora
 

Vhoshora gilt als launischste und unberechenbarste Archonin Loas. Sie ist Herrin des ungezügelten Temperaments, der Launen und der Ungeduld, die Göttin von Explosivität und Lava. Die Legenden erzählen, sie leben im Inneren eines Vulkans auf Katuri, dem Hohen Gestirn ihrer Göttin. Dargestellt wird Vhoshora als einzige Kraft des Pantheons unter fast allen Völkern und in allen Kulturen der Immerlande als Blutelbin mit leuchtend roten Augen und langem Haar aus flüssiger Lava, das sie ständig wie ein lebendiges Wesen zu umfließen scheint. Einzelschreine dieser Archonin finden sich vorzugsweise an den Hängen von Vulkanen, wo ihr geopfert wird, um sie gnädig zu stimmen. So wie Astoe Flammenfuß für die Wärme und positive Kraft des Feuers steht, so verkörpert Vhoshora seine zerstörerische, unberechenbare Seite. Der Legende nach nahm sich Vhoshora einst den König der Waldelben als Geliebten und gebar ihm eine Tochter, Nuirafin Flammenhaar, eine mächtige mythische Feuermagierin. Vhoshora heilig ist der Lavatein, manchmal wird sie auch auf einem solchen reitend dargestellt. Vhoshora ist eine der wenigen Archonen, die keinen hohen Festtag, doch einen Opfertag ihr Eigen nennt, der traditionell am 21. Sturmwind. ist. Ihr heilig ist der Feuersalamander.

 
Canaur

Canaur ist der Herr des geistigen Feuers, des Charismas, der Willenskraft und der Ausstrahlung. Er wird fast bei jedem Volk und in nahezu allen Loatempeln als großer Zentaur mit goldrotem Fell, honigbrauner Haut und kupferfarbenen Haaren dargestellt, der ungeheure Ausdruckskraft und ein beinahe schon unheimliches Charisma besitzt. Canaur ist einer der mächtigsten Archonen Loas und steht für die inneren Energien, die Feuer hat, wenn es beständig und gleichmäßig brennt, so dass es auf andere übergreifen und allen dienen kann. Er symbolisiert auch das reinigende, vor Dunkelheit und Schatten schützende Feuer, und gilt als einer der Schutzheiligen und besonderen Patrone aller Untotenjäger und Feinde von Finsternis und Chaos. Canaurs Symbol ist ein Obsidianzepter, das Zeichen eines Herrschers, und ihm heilig ist der Sagoralöwe. Sein Gedenktag ist der 28. Beerenreif.
 
 
Marangrin

Marangrin Flammenhaar ist der Entzünder, Herr des Funkenschlags und der Unberechenbarkeit und Impulsivität. Er vereint jedoch sowohl die zerstörerischen, gefahrvollen Kräfte, als auch all das Gute und den Segen eines Feuers in sich. Dargestellt wird er als Irrlicht mit glühenden Flügeln und schimmernder Haut, über die stets goldorangene Funken tanzen. Wo er vorüberfliegt, so heißt es, entzünden sich Brände, sprühen Funken, zündeln Flammen und spielt das Feuer – es kann einen Flächenbrand entfachen oder ein wärmendes Lagerfeuer heiß und stark gegen die Dunkelheit brennen lassen, ganz wie es Marangrin gefällt. Natürlich wird dieser Archon Loas vielerorts in den Immerlanden für Feuersbrünste und verheerende Brände verantwortlich gemacht, doch gilt er ebenso als "Licht in dunkler Nacht", denn er steht für jedes Entfachen, nicht nur das schlimmer Feuerswut, sondern auch das Aufglühen einer Fackel, das Erleuchten einer Kerze und das Entfachen eines Herd- oder Lagerfeuers. Ihm heilig ist der Feuerstein. Marangrin hat keinen hohen Festtag im Jahreslauf, doch in vielen Gegenden der Immerlande nennt man die heißeste Zeit des Jahres – meist zwischen dem 16. Sonnenthron und dem 8. Beerenreif, Marangrintage. Es ist jene Zeit, in der in heißen Sommern die Feuergefahr wegen großer Dürre und Funkenflug am größten ist, aber auch die Zeit, in der sich die meisten Glühwürmchen zeigen, weshalb Marangrin auch als Herr derselben gilt.

 

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