~ Lyr - Das Hohe Haus Geist ~

 

Lyr

 
Lyr ist der Gott der Musik und aller Künste, der Klugheit und Gelehrsamkeit, auch der Herr des künstlerischen Maßes und der Kreativität. Lyr zählt zu den positivsten Kräften im Pantheon Rohas und ist auch der Gott der Talente und außergewöhnlichen Begabungen. Dargestellt wird Lyr in seinen Tempeln meist als Hochelb mit heller, schimmernder Haut und silberblondem Haar, in welchem herrlich bunte Lichter in allen Farben des Regenbogens tanzen.

Er trägt ein Füllhorn auf dem Arm und einen Kranz faustgroßer Amethyste auf der Stirn. Manchmal werden auch die Augen seiner Statuen  von kostbaren Amethysten gebildet. Der Legende nach war Lyr es, der seinen Archonen Ogh erst die Runen ersinnen und später auch die Schrift erfinden ließ. Er war es auch, der den Völkern Rohas und den Kindern Ealaras die bildenden Künste schenkte. Lyr ist natürlich der besondere Schutzpatron aller Skalden und Barden, der Sänger, Dichter und Poeten, Maler, Bildhauer, Schausteller und sonstiger Künstler. Er wird in vielen Kulturen der Immerlande und eigentlich allerorts verehrt, nicht nur in den Gesellschaften besonders vergeistigter, friedfertiger Völker. Vor allem die Elben huldigen Lyr - nach Faêyris und Shenrah, Amitari und Anukis am meisten von allen Zwölf Mächten.

Lyrs Symbol ist das Füllhorn als Zeichen unerschöpflichen Ideenreichtums, sein heiliges Tier ist der Kakuru. Der ihm geweihte Mond ist der Goldschein und sein hohes Gestirn ist Morion. Die größte Verehrung findet Lyr in den Freien Städten der Ostlande, den Elbenlanden und den südlichen und östlichen Herzlanden. Auch in einigen Gegenden der Drachenlande erweist man ihm höchste Ehren. Sein hoher Festtag im Jahreslauf ist der 12. Goldschein. Die größten Lyrtempel der Immerlande finden in Brioca am Westufer des Ildorel, allgemein in den Herzlanden, den Drachenlanden und in Azurien.


Die Archonen Lyrs und des Hohen Hauses Geist:


Njar'da von den Nachtigallen


Njar'da ist die Herrin der Musik, der Dichtkunst und der Epik, sie gilt als Hüterin der Erinnerung und ist "die, die niemals vergisst". Unter den Elben nennt man sie daher auch manchmal Mutter der Erinnerung. Sie ist die Bardin der Götter und die die Schutzheilige aller Harfner, Barden, Zaubersänger und Skalden. Njar'da wird oft als elbische Bardin mit langem, dunklem Haar und dunklen Augen dargestellt, die eine Mandoline, Leier oder Kithara, oder eine Zauberflöte spielt, mit der sie alle Wesen zum Tanzen bringen könne, so heißt es. Sie ist gehüllt in einen Umhang aus gewebten Geschichten und ihre Stimme besitzt ungeheure Zauberkraft. Njar'da wird stets von Nachtigallen umgeben, die ihr auch heilig sind und ihr ihren Beinamen eingebracht haben. Manchmal wird sie auch die Königin der Abendsänger genannt. Ihr Hochtag ist am 12. Langschnee, an dem traditionell das abendliche Njar'dasingen stattfindet.


Ogh der Reimer

Ogh ist einer der wenigen Götter oder Archonen des Pantheons, der in Gestalt eines gewaltigen Riesen mit frostgrauem Bart und Haar, und hellen, weisen Augen erscheint und so wird er auch in fast allen Lyrtempeln der Immerlande dargestellt. Er ist der Herr und Hüter der Wahren Namen, der Meister der Runen und hat dereinst, während der Morgendämmerung der Welt, jedes einzelne natürliche Ding auf Rohas weitem Rund benannt. Er ist auch der Schutzpatron der Hrimthursen oder Frostriesen und der  aller Runenwirker. Man sagt, dass Ogh für Lyr die Schriftzeichen ersinnen musste, weswegen er manchmal auch Ogh der Schreiber genannt wird. Seine Attribute sind Hammer und Beitel, gelegentlich führt er auch eine Feder und eine Schriftrolle. Ihm heilig ist das 'Waldmammut und sein hoher Festtag im Jahreslauf ist der 20. Erntemond.  


Kephera

Kephera, die Muse, ist die Herrin des Einfallsreichtums und der innovativen Ideen, die Entzünderin der Talente. Sie ist auch die besondere Schutzpatronin aller Künstler, Schriftsteller und Dichter und die Herrin der "Schönen Künste". Der Sage nach küsst sie den oder die Betreffende dafür, im Volksmund geht jedoch über jemanden, der einen guten Einfall oder eine aufregende Idee hat auch die Redensart, er sei 'von Kephera geweckt worden'. Dargestellt wird Kephera in den Lyrtempeln oder in ihren eigenen Schreinen zumeist als schönes Mädchen mit bernsteinfarben leuchtenden Augen und kastanienbraunem Haar, das kupferfarbene Strähnen aufweist. Ihr heilig ist der Goldfuchs, ein Tier, das als sehr schlau und einfallsreich gilt. Ihr Hochtag ist der 24. Silberweiß.


Soris


Soris, manchmal auch die Glücksmaid, das Glückskind oder das Wundermädchen genannt, ist die Herrin des Glücks und der Wunder. Dargestellt wird sie meist und bei fast allen Völkern der Immerlande als winzige Fee mit regenbogenschillernden Flügeln, einem perlenhellen Körper und kurzem, granatrotem Haar, das in dicken Stacheln von ihrem kleinen Köpfchen absteht. Soris trägt ein Gewand aus weißen Daunenfedern und ist nicht größer als eine Taube. Ihre Augen sind auffallend groß und ebenfalls granatrot. Auch trägt sie einen dünnen, schneeweißen Zauberstab mit einer schimmernden, leuchtenden Spitze. Ihr Attribut ist ein Blatt vierblättriger Purpurklee und ihr heilig sind der Granat und der Soriskäfer, der auch nach ihr benannt wurde. Zwillinge werden bei vielen Völkern der Immerlande als besonders vom Glück gesegnet angesehen und daher oft auch Sorisgesegnete genannt. Kleine Statuetten der Archonin werden als Glücksbringer verschenkt und es gibt viele auf sie gemünzte Redensarten wie etwa "Soris würfelt noch", wenn der Ausgang eines Ereignisses auf der Kippe steht und als ungewiss gilt. Soris genießt überall und in jedem Stand hohe Ehren, denn Glück kann jedermann brauchen, ob er Kämpfer, Dieb oder Priester, Magier oder Schmied, Bäcker oder Knecht, Viehhirte, König oder Bettler ist. Ihr Hochtag im Jahreslauf ist der 12. Silberweiß.


Iruman

Iruman wird auch Iruman der Narr genannt, so manches Mal sogar "Narr der Götter und Gott der Narren". Er ist der Herr des Lachens und der Fröhlichkeit, der albernen Späße und des Frohsinns und natürlich auch der Schutzheilige aller Narren, Gaukler und Schausteller, aller Schauspieler und Spaßmacher.  In den Lyrtempeln wird er meist als Mensch, manchmal auch als Mogbar dargestellt, dessen Statuen und Götterbilder stets eine Narrenkappe mit kleinen, goldenen Glöckchen tragen. Die Narrenkappe ist auch sein göttliches Symbol. Iruman heilig sind die Irumanaffen, die wie der Archon Lyrs stets ein Lächeln auf ihren Gesichtern zu tragen scheinen und im Tierreich als lustige, fröhliche Gesellen und geborene Gaukler gelten. Irumans Hochtag im Jahreslauf der 1. Sturmwind.

 

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