~ Shenrah - Das Hohe Haus Licht ~

 

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Shenrah ist der gewaltige Herr der Sonne und des Lichtes, der Gebieter der lebensspendenden Wärme. Shenrah ist der mächtigste Gott Rohas und des gesamten Pantheons, und außerdem der Herr über Gerechtigkeit und Recht. Die Sonne bringt mit ihrem Licht alles an den Tag, und so bleibt auch dem Sonnengott nichts verborgen. Shenrah ist das allsehende Auge, daher allwissend und Zeuge von Freveltaten. Er steht für alles Gute und Anständige in der Welt, die Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit. Er ist der Bruder des Dunklen – oder war es einst – und die lichte Seite der beiden, während der dreizehnte Gott die Finsternis verkörpert. Shenrah ist auch der besondere Patron und Schutzheilige aller Herrscher. In den meisten Tempeln wird er als hellhäutiger, helläugiger Mann mit sommerblondem Haar und klaren, wenn auch strengen Zügen dargestellt. Immer trägt er das Sonnensymbol mit dem allsehenden Auge darin auf dem Herzen.

Legendär ist auch sein Sonnenspeer, der Shaerbashôr, der allerdings auch eine grausame Waffe darstellt. In den Schaft des Speeres ist das eine Auge der Drachenurmutter Mhyarhukamao eingesetzt, das Shenrah einst dem Dunklen abnahm. Ihm heilig ist der goldene Drache, denn so wie ein Drache seine Flügel zum Schutz des Landes ausbreitet, so steht auch Shenrah über allen anderen Göttern Rohas mit Ausnahme der Einen, die war und ist, und immer sein wird. Shenrahs Hohe Gemahlin ist Faêyris, die Mondfrau. Der ihm geweihte Mond ist der Beerenreif und sein hohes Gestirn ist die Sonne selbst.  In manchen alten Schriften der Elben heißt es: Shenrah ist wirklich die Sonne und die Sonne ist er selbst, der durch seine Strahlen Licht und Wärme und durch seine Bewegung die Zeit erschafft, und der auf diese Weise ständig die gesamte sichtbare und unsichtbare Wirklichkeit hervorbringt...

Der Sonnengott erfreut sich überall in den Immerlanden großer Beliebtheit, vor allem unter den Zentauren, den Elben und bei den Völkern der Menschen. Besondere Ehren genießen Shenrah und seine Archonen in den Elbenlanden, den Herzlanden, den Ost- und Drachenlanden, in Azurien und auf den Sommerinseln, aber auch in Immerfrost. Die Imperatoren Ûrs huldigten ihm und seiner Gemahlin Faêyris vor allen anderen Göttern, und so kommt es, dass auch nach dem Fall des großen zweiten Imperiums der Menschen in jenen Landen noch heute starke Shenrahkulte existieren, etwa in Talyra am Ostufer des Ildorel.

Shenrahs größter Tempel der Menschen, das Haus von Sonne und Mond, ein Zwillingstempel den er sich mit seiner Gemahlin Faêyris teilt, findet sich seit der Zerstörung der Zitadelle von Sonne und Mond, die einst in Qum'Ran, der Hauptstadt Ûrs, stand, heute im Fünften Zeitalter, in Mar'Varis. Ein weiterer großer Shenrahtempel ist in Talyra in den Herzlanden, aber auch in Lair Draconis in den Drachenlanden steht ein gewaltiges Heiligtum des Sonnengottes. In den Elbenlanden steht der größte und prächtigste Shenrahtempel in der heiligen Stadt Tianmen, ein weiteres großes Heiligtum des Sonnengottes findet sich in Lomirion im Grünen Tal von Erryn. Der Shenrah geweihte Mond ist der Beerenreif und sein Gestirn ist die Sonne. Seine Symbole sind Speer und Auge, und sein Hochtag im Jahreslauf ist am 1. Beerenreif.
 

Die Archonen Shenrahs und des Hohen Hauses Licht:
 
 
Goldauge Thaylon

Goldauge Thaylon ist der Herold und Bannerträger der Götter, ein Archon Shenrahs und Herr der Tapferkeit und des Edelmuts, der Ritter des Hohen Hauses Licht. Goldauge Thaylon ist auch der Schwertarchon, der Wächter der Andernwelt. Er besitzt die schärfsten Sinne und überschaut ganz Roha, so heißt es. Auch ist er der Ahnherr des Königshauses der Hochelben, denn seine Gemahlin ist Tierilnen, die legendäre Urkönigin des Schönen Volkes. Goldauge Thaylons Symbole sind das Schild und das Horn. Er ist der Träger des Tyallar, des gewaltigen Horns der Ältesten Mächte, mit dem er auf Shenrahs Geheiß hin die Götter zum Ratschluss oder Gericht zusammenruft. In allen Tempeln, ganz gleich bei welchem Volk, wird Goldauge Thaylon als großer, hoch gewachsener Krieger mit langem, hellem Haar und klarem, scharf geschnittenen Antlitz dargestellt. Seine Augen sind jedoch immer rein golden ohne Iris und Pupille und leuchten selbst in tiefster Dunkelheit wie die Sonne selbst. Goldauge Thaylon ist der besondere Patron und Schutzheilige aller Wächter und Beschützer, ihm heilig ist der Goldadler und sein hoher Festtag im Zwölfmond ist der 21. Goldschein.
 
 
Relis

Relis ist eine Archonin Shenrahs, manche alte Legenden behaupten auch, sie wäre eine der Töchter von Shenrah und Faêyris selbst. Relis ist die Herrin der Morgenröte, die Entzünderin des Himmels. Sie ist auch die Lenkerin des Himmelsfeuers, das den Tag entfacht und neue Hoffnung bringt nach dem Dunkel der Nacht. Ihr Symbol ist die Fackel und es heißt, bei Tagesanbruch reite oder fahre sie mit ihren beiden leuchtend weißen Hengsten Glanz und Schimmer über das Firmament und beende so die Herrschaft der Nacht. Bei den Elben geht auch die Sage, Relis sei zwar eine Archonin Shenrahs, aber eine Zofe der Faêyris und sie geleite ihre Herrin jeden Morgen zu Bett. Relis wird in fast allen Tempeln der Immerlande, ganz gleich bei welchem Volk und in welcher Kultur als zarte, sehr schöne Windelbin mit rotblondem Haar, heller Haut und strahlend hellblauen Augen dargestellt.  Ihr Name 'Relis' bedeutet in der Sprache der Elben auch schlicht "Morgenrot." Ihr heilig ist der Sonnenkakuru und ihr hoher Festtag im Zwölfmond ist der 24. Goldschein, der Tag der Sommersonnenwende.
 
 
Rhylin

Rhylin ist der Archon der Gerechtigkeit und des Rechts und damit natürlich auch der besondere Schutzheilige und Patron aller Richter, Magistrate und Räte. Rhylin wird zumeist als älterer Mann oder Mann in gesetztem Alter mit strengen Zügen und hellem Haar dargestellt, der in eine schlichte dunkle Robe gehüllt ist. In jeder Kultur und bei jedem Volk tragen seine Statuen in den Shenrahtempeln jedoch eine Augenbinde, denn Rhylin ist blind. Vor ihm sind alle Wesen gleich - er sieht und beurteilt allein mit seinem inneren Gespür, denn wie Sithech vermag auch er es, anderen direkt in die Seele zu blicken. Seine Darstellung soll auch symbolisieren, dass das Recht ohne Ansehen der Person, also blind, nach sorgfältiger Abwägung aller Beweise durch die Waagschalen der Gerechtigkeit gesprochen und schließlich mit der nötigen Härte - und sei es das feurige Richterschwert -   durchgesetzt wird. Rhylinstatuen finden sich in den Immerlanden nicht nur in den Tempeln des Sonnengottes oder den eigenen Schreinen des Archons, sie stehen auch sehr oft vor Ratshallen, vor Palästen oder Festungen, vor Stadthallen und auf Versammlungsplätzen. Kein gewissenhafter Richter der Immerlande spricht ein Urteil ohne es in Rhylins Namen zu tun und sich selbst Rhylins Gerechtigkeit zu empfehlen, wenn dereinst der letzte Tag kommt. Rhylins Symbol ist die Waagschale, seine Waffe das flammende Schwert Rhylan. Sein Name Rhylin steckt auch im elbischen Rhylinis, was Gerechtigkeit bedeutet. Er gilt als absolut neutral, aufrecht und unbestechlich. Ihm heilig ist die Harpyie und sein Hochtag im Zwölfmond ist am 8. Eisfrostmond.

 
Eoris

Eoris ist die Archonin des Friedens, die Herrin von Einigkeit und Harmonie. Manchmal wird sie auch die Friedensbringerin genannt. Eoris gilt als besondere Patronin und Schutzheilige aller Unterhändler in Friedensangelegenheiten und der Friedensstifter. Dargestellt wird Eoris bei nahezu allen Völkern und in jeder Kultur als Mondlilienfee mit übergroßen, hellen Augen, in schlichte, weiße Gewänder gehüllt und mit weißen, schimmernden Flügeln auf dem Rücken. In ihrem Namen werden Friedensverhandlungen geführt und Friedenseide geschworen, und in ihren Schreinen oder vor ihren Altären in den Shenrahtempeln werden keine Waffen geduldet. Eoris heiliges Tier ist die Eoristaube, die auch nach ihr benannt ist und überall in den Immerlanden als Symbol des Friedens gilt. Ihren Namen trägt auch der Edelstein Eorin, ein heller Chalzedon, der friedlich stimmen soll und als Glückspfand der Unterhändler in Friedensangelegenheiten gilt. Weiße Fahnen, die einen Waffenstillstand signalisieren, werden manchmal auch Eorisfahnen oder Eorisschleier genannt. Ihr Hochtag im Jahreslauf ist der 1. Langschnee. Die Legende sagt, dass der, der an diesem Tag einen Streit, einen Kampf oder gar einen Krieg beginnt, von den Göttern verflucht werde.
 
 
Larnis

Larnis ist die Archonin der Hoffnung und des Glaubens. Sie ist die besondere Patronin und Schutzheilige der Priester und Tempeldiener, sowie aller Gläubigen. In beinahe allen Tempeln, egal welchen Volkes und welcher Kultur, wird Larnis als goldhaariges, grünäugiges Kind in hellen, goldgelben oder grüngelben Gewändern dargestellt, manchmal jedoch auch als schlankes, auf den Zehen leicht dahin schwebendendes Mädchen, das in der Rechten eine Tulpe hält. Oft trägt Larnis auch einen Kranz aus weißen und gelben Tulpen im Haar. Kleine Statuetten oder Amulette mit ihrem Bildnis werden oft als Talismane und "Hoffnungsbringer" verschenkt, vor allem an jene, die schwierige Aufgaben oder Gefahren vor sich liegen haben. Tulpen nennt man als heilige Blumen der Archonin auch oft Larniskelche und sie werden als Symbol der Hoffnung angesehen. Ihr heilig sind außerdem der Bergkristall und das Lillekorra. Ihr Hochtag ist der 20. Sonnenthron.

 

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