~ Sil - Das Hohe Haus Erde ~

 

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Sil ist der Gott der Erde und der Berge, der Herr von Fels und Stein, aber auch der der Schmiedekunst und allen Handwerks, der Erfinder und Erbauer. Ihn erfreut alles von Händen Geschaffene, das Kleinste, ebenso wie das Mächtigste. Er wird auch oft der Weltenschmied genannt und ist der Erschaffer der Gesteine, der Mineralien und Edelsteine. Sein erwähltes Volk sind die Zwerge, die sich selbst oft "Kinder Sils" nennen, aber auch die Silberelben lernten einst auf den Himmelsinseln viel von Sil und seinen Künsten.

Obwohl auch Sil stets das Verlangen treibt, eigene Dinge zu erschaffen, die neu und von allen anderen ungeahnt sein sollen, hält er doch immer Ealara, der grünen Weltenmutter und Herrin selbst der Zwölf Mächte die Treue und unterwirft all seine Werke ihrem Willen. Sil wird immer und bei allen Völkern als dunkelhaariger und bärtiger, jedoch blauäugiger Zwerg, in alten Tempeln oft als Fro'gar, in den meisten jedoch als Eisenzwerg dargestellt. Er trägt den gewaltigen Schmiedehammer Dront, den Weltenhammer, in der rechten Hand und ist entweder wie ein Schmied gekleidet oder wird als Krieger in prächtiger Rüstung gezeigt, denn Dront ist auch eine furchtbare Waffe. In manchen Tempeln, vor allem in zwergischen Heiligtümern des Gottes, stehen seine Statuen sogar an der Esse.

Sil ist der Hohe Gemahl Amitaris, der Göttin der Pflanzen und Natur. Er ist der besondere Schutzheilige und unbestrittene Hauptgott aller Zwergenvölker und der Patron der Schmiede und Handwerker, von denen er natürlich ganz besonders verehrt wird. Die Zwerge ehren ihn weit mehr als alle anderen der Zwölf Mächte. Sils Attribute sind Schmiedezange, Hammer und Amboss, und ihm heilig sind der Phönix und der Quarz. Der ihm geweihte Mond ist der Erntemond und sein Hohes Gestirn ist Yarn. Sils Hochtag im Jahreslauf ist der 8. Erntemond.

In Dalriada in Laigin und in Blurraent am Ostufer des Ildorel, feiert man außerdem einen ganzen Siebentag lang, vom ersten bis zum achten Erntemond, den 'Tanz Sils'. Während dieser Zeit finden in beiden Städten große Schmiedewettbewerbe und Schmiedemeisterschaften statt, die mit ausgelassenen Feierlichkeiten und den Ehrungen der Sieger am Hochtag des Gottes enden. Sils Hochtag ist auch beliebt für Gesellentaufen zahlreicher Handwerkszünfte, Zunft- und Gildenfeiern und allerlei andere Festlichkeiten, die in irgendeiner Form mit Handwerk, Schmiede- oder Baukunst zu tun haben.

Die größten und prächtigsten Siltempel finden sich natürlich bei den Völkern der Zwerge. Die Fro'gar in ihren unterirdischen Städten im  Unterreich nennen sicherlich einige der ältesten und prächtigsten Heiligtümer dieses Gottes ihr Eigen, doch von ihnen weiß man an der Oberfläche wenig. Der bedeutendste zwergische Siltempel steht sicherlich in Laurinskaja in N'arkam Dror, aber auch alle anderen Zwergenreiche haben außergewöhnlich große, prächtige und besondere Tempel für ihren höchsten Gott, den Vater und Mentor aller Söhne der Steine. Der größte Siltempel der Menschenvölker steht in Blurraent am Ildorel, denn der Gott wird natürlich nicht nur von den Zwergen geliebt und verehrt. Auch in den Rhaínlanden, den Herz- und Drachenlanden, den freien Städten der Ostlande, ja selbst im ansonsten ealaragläubigen Laigin, in Dalriada, wo viele Halbzwerge leben, zollt man ihm Respekt. Auch die Silberelben Logrens haben bedeutende Siltempel errichtet, ebenso wie die Kobolde, die vor allem seine Archonen Grindobol, Loignar und Maekar sehr verehren.


Die Archonen Sils und des Hohen Hauses Erde:
 

Imugdub

Imugdub ist eine der schillerndsten Kräfte des gesamten Pantheons und sicher der exotischste Archon Sils. Imugdub ist der Herr des Handels und der Münzen. Dargestellt wird Imugdub in allen Tempeln Sils und in seinen eigenen Schreinen allerorts und bei jedem Volk der Immerlande als freundlicher, aber listiger Dschinn, dessen Augen in allen Farben leuchten. Sein Oberkörper ähnelt dem eines athletischen Menschen, der Rest bleibt eine geisterhafte Erscheinung. Immer jedoch ist Imugdub reich mit goldenen Ketten und Armreifen geschmückt und an seinem rubinroten Turban prangen zahlreiche Edelsteine. Imugdub gilt als leidenschaftlicher Händler und ausgefuchstes Schlitzohr, manchmal wird er daher auch der Lord der Münzen, der große Feilscher oder der Geldfuchs genannt. Imugdub ist natürlich der Schutzheilige aller Kaufleute, Händler und der Handelsgilden, aber auch der der Geldleiher und Bankhäuser. Statuen von ihm finden sich auf nahezu allen Marktplätzen und Basaren der Immerlande, und in imperialer Zeit fand sich sein Konterfei sogar auf den Rückseiten der Münzen. Imugdub heilig ist der Mandrill, sein Symbol ist eine Münze, die zur Hälfte silbern, zur anderen Hälfte golden ist und auf beiden Seiten sein Abbild zeigt. Imugdubs Hochtag ist der 16. Eisfrost.


Grindobol der Kobold


Grindobol ist der Herr der Alchemie, der Meister der "Lehren von den Dingen". Er ist auch der besondere Schutzheilige der Alchemisten und wird von zahlreichen Koboldvölkern ganz besonders verehrt. Grindobol wird nahezu überall und in allen Kulturen der Immerlande als giftgrün gescheckter Kobold mit wildem weißem Haar dargestellt, der ein leuchtend blaues und ein schwarzes, pupillenloses Auge mit einer leuchtend roten Iris sein Eigen nennt. Sein Gewand besteht aus einer Gelehrtenkutte mit tausenden und abertausenden Taschen in jeder Form und Größe, in welchen er der Legende nach alle möglichen und unmöglichen alchemistischen Zutaten mit sich herumträgt. Seine Attribute sind die Handwaage und die Phiole, und ihm heilig sind der Malachit und das Quecksilber. Sein hoher Festtag ist der 5. Taumond.


Maekar


Maekar ist der Archon der Technik und Mechanik, sowie der Herr der Erfindungen. Er vor allem für alle das Leben verbessernden Entdeckungen und handwerkliches Geschick jedweder Art verehrt, gilt aber auch als Herr der Experimentierfreudigkeit und der Risikobereitschaft. Er ist auch der besondere Patron und Schutzheilige aller Erfinder und vor allem der Sappeure, die ihn ganz besonders verehren. In den Immerlanden wird Maekar in den meisten Siltempeln als untersetzter Grauzwerg mit schulterlangem, an mehreren Stellen versengtem, grauem Haar, pechschwarzen Augen und ledriger Haut dargestellt. Doch das Faszinierendste an seiner Erscheinung sind seine Hände, denn jeder seiner Finger ist ein anderes Werkzeug, womit Maekar seine großartigen Leistungen verwirklichen kann. Man sagt ihm eine gewisse Verrücktheit nach, die besonders die Sappeure, welche diese Eigenschaft ebenfalls besitzen (und meist mehr als gut für sie ist), glühend verehren. Seine Symbole sind das Rad und das Schwarzpulver, und ihm heilig ist der Maulwurf. Sappeureinheiten in vielen Heeren der Immerlande heißen deshalb auch "Maulwürfe". Sein Hochtag im Jahreslauf ist der 27. Grünglanz.


Loignar

Loignar ist der Archon des Bergbaus, der Herr der Erze, Metalle und Mineralien, und natürlich auch der Schutzheilige und Patron aller Bergarbeiter und Bergleute. Loignar wird in allen Siltempeln aller Kulturen und Völker als dunkelhaariger, dunkelhäutiger Fro'gar dargestellt. Seine Statuen tragen stets einen ledernen Schmiedeschurz, in der rechten Hand eine Spitzhacke und in der anderen eine Laterne. Außerdem besitzt Loignar eine armdicke Kette, die aus allen Metallen Rohas geschmiedet wurde. In jenen Ländern, deren Völker dem Zwölfgötterglauben anhängen finden sich in den meisten Bergwerken kleine Loignarschreine unter Tage, in denen der Archon dargestellt ist und in welchem ihm bei jedem Stollengang kleine Opfergaben dargebracht werden, um sich seines Schutzes zu versichern. Ihm heilig sind  das Yalariserz und das Marmota, weshalb in einigen Minen, vor allem im Norden der Immerlande, auch zahme Murmeltiere von den Bergleuten gehalten werden, die oft vor Grubenunglücken oder unsicheren Stollen warnen. Loignars hoher Festtag ist der 4. Langschnee. Bergleute – oder besser ihre Frauen – schneiden an diesem Tag die Loignarzweige und in den Bergwerken selbst ruht die Arbeit, denn es wird in allen Stollen, Minen und Tunneln dem Archon gedacht.


Berkural

Berkural der Erbauer ist als Archon Sils der Herr der Baukunst und allen Bauhandwerks, der Statik und Gestaltung. Er gilt als Wächter aller von Wesenhand errichteten Bauwerke und als der besondere Patron und Schutzheilige aller Baumeister, Steinmetze, Maurer und Zimmermänner. Dargestellt wird Berkural in nahezu allen Tempeln Sils und in seinen eigenen Schreinen als Fro'gar, als Dunkelzwerg mit schwarzer  Haut und goldenen Augen, wie es sich für einen Gott oder Archon geziemt. Seine Symbole sind das Richtblei und Winkelmaß, mit denen er stets abgebildet wird, oft auch mit einem breiten Ledergurt, in dem allerlei andere Handwerkszeuge wie Schlegel, Meißel und Bohrer oder Zirkel stecken. Berkural sind der Biber, als größter Baumeister im Tierreich, sowie der reine Marmor heilig.  Sein Hoher Festtag ist der 4. Erntemond, ein Tag, der für die Grundsteinlegung neuer Gebäude, ob es ein Heuschober oder ein Palast werden soll, ganz besonderes Glück verheißt.

 

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