~ Das Vierte Zeitalter ~

 

Das Zeitalter des Zenits

 

1
Die Tore der Unterwelt werden versiegelt. Die Götter und ihr Gefolge nehmen fortan ihre Wohnsitze auf den hohen Gestirnen, die Archonen des Dunklen Gottes fliehen in die schwarze Leere hinter den Sternen. Für die Zwerge endet das Zeitalter der Axt und das des Silbers beginnt.


2
Die überlebenden Chaosgeborenen der Unheiligen Legionen, Narge, Goblins, Aurochmagr und Ogres, jeder Führung und Kontrolle beraubt, fliehen in die Wildnis, wo sie fortan ein stetiger Dorn im Auge aller anderen Völker bleiben.


3
Die überlebenden Elben der versinkenden Himmelsinseln erbauen ihre Großen Schiffe und stechen von Westen aus in See. Für die heimatlos gewordenen Kinder des Morgens beginnen die Schiffsjahre. Geburt des Elbenprinzen Sessair Mondjäger auf der Schweigen.


20
Die Shebaruc erreichen die südlichen Gestade der Immerlande. Sie suchen die Nähe des Chaostores, wagen sich jedoch nicht in die Wüsten oder gar an die Siegel heran. Ihres Gottes beraubt und durch den Krieg geschwächt, bleiben sie im Verborgenen.


21
Die Shebaruc erreichen den Berg Mutter Dunkel im Gebirge von Karkaar und siedeln in den Höhlen von Dror'Elymh.


50
Die Shebaruc beginnen mit dem Bau des Ashrakûl, des Tempels der Finsternis, auf der Flussinsel Insel Draûgapur. Unter den Blutelben werden die ersten Kinder mit Mana im Blut geboren.


143
Tod Varaeron Dracayrens in Tamarlon. Sein Sohn Vesayron II. Dracayren, der ihm auf den Thron folgt, gründet Lair Draconis und beginnt mit dem Bau des Drachensteins.


100
Die Shebaruc vollenden Ashrakûl. Die Zentauren verlassen den Süden Assuarans, geben ihre Zurückgezogenheit auf  und nehmen die Lange Wache auf. Der Wall von Carvoran wird wieder Instand gesetzt und bemannt.


150
Die Zentauren gründen den Orden von Rhû Binoen und beginnen mit dem Bau der Festung.


200
Die Städte Pejora und Tandora werden als Grenzfestungen Assuarans gegründet.


250
Aufstieg Vesayrons II. und des Hauses Dracayren. Unter seiner Herrschaft schließen die Neun Reiche der Menschen die ersten dauerhaften Bündnisse. Lair Draconis wird die Hauptstadt Tamarlons und Tamarlon das führende Königreich der Menschen.


300

Die Elben erreichen die unberührten Südwestküsten der Immerlande und landen dort an. Bis zum Jahr 305 erkunden sie vorsichtig und misstrauisch das ihnen fremde Land. Sie finden nur einige Feen vor, die ihnen freundlich gesonnen sind und sie viele Dinge über die Immerlande lehren.


305
Die Elben beschließen zu bleiben und sich in den Immerlanden eine neue Heimat zu schaffen. Die großen Schiffe der Elben werden feierlich in der Bucht von Ebenandra versenkt, wo sie noch heute im flachen, klaren Wasser zu sehen sind.


306 – 310
Die Elben siedeln im Westen der Immerlande. Die unberührten Südwestlande werden unter den Elbenvölkern aufgeteilt. Die Hochelben gründen ihr Königreich im Grünen Tal von Erryn, die Smaragdelben pflanzen Schösslinge der Bäume, die sie von den Himmelsinseln retten konnten und Siam, der Wandernde Wald, beginnt zu wachsen, die Rhaskeda'ya nehmen sich die südlichen Küstenlande zu eigen, die Silberelben gründen Logren östlich der Mondsichelberge und die Meerelben oder Far'ya siedeln in der Korallenbucht in der östlichen Jadesee und gründen dort Ama'ruanto'saênes, die "Stadt unter den Wogen". Zu dieser Zeit werden unter den Schönen auch die ersten Kinder mit Mana im Blut geboren.


312
Vesayron II. stirbt. Vhaerago Dracayren, genannt der Grausame, wird König Tamarlons und vollendet den Drachenstein. Bis zum Jahr 400 rafft der neue Drachenherrscher im Osten alles an Macht an sich, was er für nützlich erachtet – unter anderem die arkanen Zirkel.


350

Die Elben weihen den Götterhain von Tianmen im Norden Logrens. Die ersten großen elbischen Tempelanlagen der Zwölf werden dort, in der Heiligen Stadt, errichtet. Die Schönen treffen an den Westgrenzen ihrer Lande auf zentaurische Jäger und beide Völker schließen alsbald ertragreiche Handelsbündnisse.  Im Nordosten der Immerlande kommt Iuneríta'e Erdherz, eine Erdrachin, nach Laigin und lässt sich dort in den Bergen nieder. Sie nimmt schon bald den Status einer Schutzpatronin ein.


360
Elbische Jäger durchwandern den Wächterwald nach Norden und treffen an den Ufern des Sapheer auf einige Moorà. In den folgenden zwei Jahrzehnten entstehen vorsichtige Handelsbeziehungen zwischen den Silberelben und den Menschen der Moore.


370
Die erste in Hólar ausgebildete elbische Magierin, Blairanis aus dem Haus Amrahnar, gründet in Logren Imraseth, die Arkana der Schönen.


382
Mordren Shunjawartho wirbt um die Prinzessin der Smaragdelben, doch König Faêrfar verweigert ihm ihre Hand. Mordren verlässt Elbenlande und unterliegt in der Wüste Hôth der Verführung Nelchazels, einem der Ältesten Dämonen. 


383
Mordren kehrt nach Siam zurück und wird erneut abgewiesen. Voller Zorn verleugnet er Elbentum, Heimat und Götter und wird verbannt.


384
Schlacht der Schatten, als Mordren mit einer Streitmacht von Dämonen und Chaoswesen in Siam einfällt. Die Elben kämpfen auf dem Feld des Feuers, doch Tausende sterben und ein Teil Siams brennt nieder, bis Faêyris selbst erscheint. Die Göttin vernichtet allein mit ihrem Auftauchen das dämonische Höllengezücht, verbannt Nelchazel zurück in die Finsternis und verdammt Mordren für alle Zeiten zu seelenlosem Umherstreifen als Jäger in der Unterwelt. 


385
Fünf Häuser der Laikeda'ya entdecken auf ihrer Jagd auf versprengte Dämonen nach der Schlacht der Schatten schließlich die Sommerinseln weit im Osten des Südmeeres, die sie Sidh'Amriel nennen.


Ab 386

Die Smaragdelbenjäger erkunden das Inselarchipel  und siedeln sich dort an. Fortan nennen sie sich Waldelben und leben friedlich und in Harmonie unter den Chanka.


390
Logren dehnt seine Ostgrenzen bis zum Farnafaris aus. Die Waldelben auf den Sidh'Amriel gründen Cumasarna auf der Insel Insîrinsearil, die später als Merlâron bekannt werden soll.


Ab 400
Tamarlon wird das führende Königreich der Menschen. Vhaerago ruft Tamarlon zum Imperium aus. Seine Eroberungszüge, die "Kriege des Drachen" beginnen. Nach und nach fallen die übrigen Königreiche der Menschen unter tamarlonische Herrschaft.  Der Erste Zirkel der Magier wird nahezu ausgelöscht, die überlebenden Magier fliehen gen Westen. Auf den Sommerinseln übernehmen die Chanka nach und nach den Zwölfgötterglauben der Elben. Der Grundstein für den Sonnen- und Mondkult der Chanka wird gelegt und die ersten Kultstätten und heiligen Schreine werden errichtet. Im Westen der Immerlande beginnt der Handel zwischen dem Elbenreich Logren und den Moorà der Sümpfe im Süden der späteren Rhaínlande zu florieren.


401
Aufgeschreckt durch die Kriege im Osten, schließen die Rhínemoor einen Pakt mit Kharan'Rhkarr. Sie  werfen sich dem Drachen zu Füßen und bitten um seinen Schutz und Schirm gegen Vhaerago Dracayren und seine gierigen Armeen. Der Drache willigt ein, fordert aber grausamen Blutzoll und große Reichtümer – als jährlichen Tribut versteht sich.


402
Die Truppen Tamarlons stehen an den Ufern des Rhaín, lassen die Reiche der Rhínemoor jedoch aufgrund von Kharan'Rhkarrs "Schutztyrannei" unbehelligt und legen den Strom als Grenze fest. Der Holzhandel mit dem ehemaligen Königreich der Dornen, nun ein Teil Tamarlons, kommt fast völlig zum Erliegen.


403

Truppen der Rhínemoor-Königreiche versuchen in den Dunkelwald vorzudringen und kehren nie wieder zurück. Etwa um diese Zeit beginnt auch die Jagd der Rhínemoor auf die Moorà, besonders auf deren junge Mädchen und Frauen, um jene anstelle der eigenen Kinder dem Drachen zu opfern. Bis zum Jahr 427 verschwindet auf diese Weise das Rykwatermor, dessen Mooràbevölkerung vollständig ausgerottet und dessen Sümpfe trockengelegt werden.


404
Das Königreich Renairis fällt unter tamarlonische Herrschaft, Königin Aifemer stirbt in der Schlacht um Caerleon. Die überlebenden Kriegerinnen ihrer Königinnengarde fliehen über den Ildorel nach Nordwesten.  Die überlebenden Ma gier des Ersten Zirkels gelangen in den Westen der Immerlande und finden im Norden Rykwaters Zuflucht.


405
Nach fünfjährigem Krieg stehen sechs der übrigen acht Königreiche der Menschen unter tamarlonischer Herrschaft, außer Laigin, das Reich der Hügel, und Cambria, das Königreich der Wälder. Schlacht des brennenden Himmels auf der Ebene von Harhorin Nur im Osten. Auch die Tharndrakhi der Steppen und später die Svear unterwerfen sich Vhaerago Dracayren.


406
Schlacht am Abhainnor. Tumlad Stechpalm, König von Cambria, beugt vor Vhaerago Dracayren das Knie und das Königreich der Wälder fällt an Tamarlon. Die Truppen Vhaeragos stehen vor Cutha's Dyke. Es kommt zum Schwur von Lonfearn. Vhaerago zieht sich zurück, Laigin bleibt unbehelligt. die Kriege des Drachen enden.


408
Die Kriegerfrauen des untergegangenen Renairis überschreiten unter der Führung von Aifemers Tochter Teanaera die Grenzen des Dunkelwaldes und lassen sich in dessen Westen nieder. In den folgenden zwei Jahren kommt es zu ersten Begegnungen der Kriegerfrauen und der Ny Beayntee, die meist blutig verlaufen. Druidinnen und Schamaninnen beider Gruppen vermitteln und verhindern offenen Krieg. Caayr Margee wird befestigt und entwickelt sich allmählich zu einer Stadt.


411
Die Kriegerfrauen Teanaeras nennen sich fortan Amazonen und beanspruchen den Nordwesten des Dunkelwaldes zwischen den Flüssen Bree und Rhaín, den Ausläufern der Yiarnal Beinn, der Küste an der Grünen See und dem Niemandsland am Fuß des Nordwalls als Reich für ihren Stamm. Sie gründen ihr Königreich Deira und die Stadt  Seyrsnys.


412

Vhaerago Dracayren stirbt, von seinem eigenen Sohn Naeyris I. ermordet, der ihm auf den Thron folgt. Naeyris nimmt viele grausame Gesetze seines Vaters zurück  und gibt auch die von Vhaerago beherrschten Zirkel der Magier wieder frei.


415 - 450
König Naeyris I. Dracayren lässt als Antwort auf den Schwur von Lonfearn die großen Grenzfestungen Tamarlons am Nordostrand der Wispergrasebenen errichten. Am westlichen Tailtiu-Ufer entsteht im Kielwasser dieser Festungsbauten eine Siedlung, die im Lauf der Jahrhunderte zur späteren Hafenstadt Ambar werden soll.


419

Amitari erscheint im Dunkelwald und warnt die Amazonen, ihre ungewollten Söhne nicht weiterhin dem Tod preiszugeben, um kein Verderben über ihr ganzes Volk zu bringen. Die stolzen Kriegerfrauen fügen sich den Weisungen der Göttin und überlassen ihre männlichen Nachkommen fortan den Ny Beayntee.


420

König Naeyris I. führt in Tamarlon ein einheitliches Münzsystem ein, das im gesamten Imperium Gültigkeit hat und später auch von anderen Völkern übernommen wird.


427

Im Königreich Rykwater verschwindet das Rykwatermor, dessen Mooràbevölkerung durch die beständige Verfolgung vollständig ausgerottet wurde. Seine Sümpfe werden trockengelegt und zu urbarem Land.


Ab ca. 428
Das Königreich der Wilden Wasser von Môr wird durch den Handel mit den Elbenlanden reich und wohlhabend, was den Reichen der Rhínemoor alsbald ein Dorn im Auge werden soll.  


Ab 430

Tamarlon sendet in den folgenden siebzig Jahren immer wieder Gesandte und Unterhändler zu den Elben, die jedoch alle zurückgewiesen werden. Die Elben betrachten die kriegerischen und oft geistig labilen Drachenkönige und das Imperium von Tamarlon mit Misstrauen und Ablehnung.


445
Die Moorà und einige Silberelben gründen Eeuwen'Nar an den Ufern des Sapheer, das alsbald eine blühende Handels- und Grenzstadt zwischen Logren und den Wilden Wassern von Môr werden soll.


450

König Naeyris I. Dracayren gründet Cardossa im Narthak Delta, das bald zu einer bedeutenden Hafenstadt Tamarlons wird.


457
Teanaera, die erste Königin der Amazonen und Gründerin Deiras stirbt im Dunkelwald.


460
In Eeuwen'Nar werden die ersten Halbelben der Immerlande geboren, Mischlinge zwischen Moorà und Silberelben.


500
Das Reich Tamarlon wird das größte Reich der Menschen. Unter Naeyris I. Schirmherrschaft erblühen Kultur, Wissenschaft und Handel. Händler und Handwerker der Menschen beginnen ab dem Jahr 500 im Zuge der großen Tempelbauten, sich in Gilden und Zünften zu organisieren.


515
Verfassung der "Steinernen Gesetze von Sûrmera" in den südwestlichen Herzlanden, der ersten Zunft- und Gildengesetze.


550

Im Reich der Wilden Wasser von Môr werden weitere Städte gegründet, was den Neid der Rhínemoor schürt. Nach und nach werden aus Môrhavn, Talamh und Emerald wohlhabende und bedeutende Handelsstädte.


557
Die Bewahrer, die letzten Magier des Ersten Zirkels, gründen in Walraven den Rat des Arkanum und erhalten von König Weldæd dem Gütigen die Stadt und das Umland als Lehen. Xhinahoa überlässt dem Rat des Arkanum ein mächtiges Artefakt, das bald als Xhinahoas Auge bekannt wird.  Jede Arkana erhält eines dieser Artefakte und fortan gibt es die Prüfung von Hand, Herz und Verstand.


590 – 620

Zwanzig ungewöhnlich kalte Jahre sorgen im gesamten Norden der Immerlande für außergewöhnlich lange und strenge Winter und zahlreiche Hungersnöte unter den Barbaren und dem Wolkenvolk Immerfrosts, den Wildlingen des Nordostens und im Norden Laigins. Ab dem Jahr 610 wandern auch wieder vermehrt Riesen über das Packeis des Kalten Ozeans in den Norden der Immerlande und sammeln sich in den Eisigen Öden.


600

Im Grünen Tal von Erryn, dem Reich der Hochelben im Südwesten kommt es zu Spannungen zwischen einigen der Hohen Häuser.


Ab 615
Die Riesen der Eisigen Öden sorgen immer wieder für Unfrieden und Überfälle auf Laigin und die Zwerge des Wolkenthrons, mit den Wildlingen jedoch treiben sie Handel.


622
Tod König Naeyris I. in Tamarlon. Das schwindende Drachenblut des Hauses Dracayren macht sich zum ersten Mal in einer kürzeren Anzahl von Lebensjahren und schwächerer Andersgestalt bemerkbar.


625
In Cardossa wird der Leuchtturm von Faraman errichtet, der für lange Jahrhunderte der höchste seiner Zeit sein soll.


645
Serassher Zedernherz, ein Fürst der Hochelben, schart seine Vasallen um sich und verlässt die Elbenlande in Richtung Norden.  Etwa fünfzigtausend Hoch- und Silberelben durchziehen den Süden der späteren Rhaínlande unbehelligt und verschwinden im südlichen Dunkelwald.


650
Serassher Zedernherz gründet das Elbenreich von Dúne im äußersten Nordosten der Immerlande, der seit dem Ausbruch des Rauðaskál weitgehend entvölkert ist. Die wenigen Wildlingsstämme, die in den Steppen des heutigen Ardun zu dieser Zeit leben, werden von den Elben nach Osten vertrieben. Noch im selben Jahr beginnt Serassher Zedernherz mit dem Bau von Ardunmere am Silberfjord.


Um 660
Das Königreich Sutha der Rhínemoor bemüht sich, ebenfalls mit den Silberelben Logrens Handel zu treiben, bleibt damit jedoch erfolglos.


667

Die Elben Dúnes beginnen mit der Erbauung Narnias, einer Arkana, hoch in den Bergen des Wolkenthrons, die erst im Jahr 704 vollendet werden soll.

 
675
Etwa um diese Zeit beginnt das Reich der Wilden Wasser von Môr wirklich reich zu werden, nicht zuletzt durch den florierenden Handel mit Logren in den Elbenlanden. Die Rhínemoor des Reiches von Rykwater geraten mit den Tributzahlungen an Kharan'Rhkarr in Verzug, da ihre Jagden auf Moorà erfolglos bleiben. In ihrer Verzweiflung greifen sie das Morganmôr an und belagern Emerald.


676

Ein vereintes Heer aus Moorà und Silberelben schlägt die Rhínemoor in der Schlacht um Emerald und drängt die feindlichen Truppen bis über die Wiede nach Norden zurück.  In den folgenden zwei Jahren gelingt es den Moorà, den gesamten Westen des Rhínemoor-Reichs Sutha zu Lande und zu Wasser vollkommen von der Außenwelt abzuschneiden. 


679
Von den Rhínemoor zu Hilfe geholt erscheint Kharan'Rhkarr über dem Morganmôr, verbreitet Angst und Schrecken und vertreibt Moorà wie Elben, die sich nach Süden zurückziehen. Sutha wird befreit, doch der Preis des Drachen für sein Eingreifen ist entsetzlich, denn er fordert immer mehr und dazu königliches Blut. Vierzig Jahre lang zahlen die Rhínemoor wenn auch zähneknirschend den geforderten Tribut, ehe der Drache sich zurückzieht und man lange nichts mehr von ihm hört oder sieht.


686 – 698
Rhaigar I. , Imperator Tamarlons, lässt in Lair Draconis die Drachenarkana errichten.


700
Serassher Zedernherz errichtet den Amberstein im Osten Dúnes und verlegt den Königssitz dorthin. Die Jagd der Elben Dúnes auf die Frostriesen der Eisigen Öden beginnt, die bald in einen Krieg ausartet. König Rhaigar I. Dracayren verleiht Ambar an der Tailtiumündung das Stadtrecht. Ambar wird die nordöstlichste Stadt Tamarlons.


705
Ragnaron'ar Kaltherz, ein schneeweißer Erddrache, der wegen seiner ungewöhnlichen Farbe auch "Frostdrache" genannt wird, erscheint im Wolkenthron. Die Inuks des Gebirges verlassen ihre angestammte Heimat und ziehen in weiter südlich gelegene Regionen des Wolkenthrons, die fortan als Inukaia bekannt werden. Der Drache lässt sich auf dem Zornstein nieder.


710
Die Inuks gründen ihre drei Siedlungen Sisimiut, Amassaliq und Nuuk im Wolkenthron und beginnen allmählich mit den Zwergen Mazandars und den Menschen Laigins Handel zu treiben.


712
Rhaigar Dracayren stirbt im Kampf gegen den Seedrachen Rauch. Sein Sohn Ruandor wird König Tamarlons.


719

Kharan'Rhkarr begibt sich im Inneren des Drachenthrons zur Ruhe und im Westen kehrt für viele Jahre eine bis dahin nicht gekannte Ruhe ein.


767

König Ciryaeris Dracayren stirbt und hinterlässt keine Kinder. Seine jüngere Halbschwester Rhaelaris Kaltherz wird erste regierende Königin Tamarlons. Sie nimmt sich ihren jüngeren Bruder Rhaemon zum Geliebten, der auch Vater ihres Sohnes Ruandor II. sein wird.


825

König Ruandor II. Dracayrens "Erlass des reinen Blutes". Vermählung seines Sohnes Vesayron III. mit seiner eigenen Schwester Naeyra. In Tamarlon wird es Brauch innerhalb der Königssippe nur noch untereinander zu heiraten, um das "Blut des Drachen" nicht zu schwächen. Alle Warnungen der Druiden, dies beschwöre den Niedergang des Hauses Dracayren herauf,  werden von der Königssippe ignoriert.


890
Im Westen ist der Schrecken Kharan'Rhkarrs inzwischen zu einer sagenhaften Schreckensgestalt verblasst und kein lebender Mensch erinnert sich tatsächlich noch an ihn. In den nachfolgenden Jahren bis 950 wird das Land um die Rhaínmündung wieder vermehrt besiedelt, allerdings bleibt ein kleiner Landstrich rund um den Drachenthron aufgrund von Geschichten und Gerüchten weitgehend leer.


872 
Leuchtfeuer erhellen den Himmel, als der Meteorit Kalhard südlich des Nordwall im Nordwesten der Immerlande einschlägt; durch den Aufprall entsteht eine weite Ebene und Kalhards Klamm in Immerfrost. Viele Barbarenstämme des Nordwestens werden vernichtet oder verlieren ihre Heimat, was zu Völkerwanderungen, Hungersnöten und Kämpfen um Jagdgründe und Gebiete in ganz Immerfrost führt.


900
Die Riesen der Eisigen Öden bedrängen Dúne. In den folgenden Jahrzehnten kommt es immer wieder zu Schlachten zwischen Riesen und Elben.


909

In Tamarlon kommt König Ciryaeron Dracayren an die Macht. Zu seiner Regierungszeit entstehen die ersten Waffen aus Drachenstahl.


940
König Zedernherz von Dúne, inzwischen "der Winterkönig" genannt, beginnt sein großes Werk: eine gewaltige Mauer gegen die immer wieder in Dúne einfallenden Frostriesen.


950
Kharan'Rhkarr erwacht und hat Hunger. Binnen weniger Monde verwüstet er die gesamte Silbermeerküste. Tausende Menschen finden einen grausamen Tod und auch die Magier können nur wenig gegen den Drachen ausrichten. Das Königreich Rykwater ist nicht mehr und die Bemühungen der zwei anderen Königreiche, den alten Pakt wieder aufleben zu lassen, schlagen fehl. Das Wüten des Drachen bricht in den nächsten 30 Jahren immer wieder über die Rhaínebenen hinein.


959
Die weite Ebene, die der Meteorit Kalhard geschaffen hat, wird wegen der schimmernden Gesteine Kalhardrit und Mykonorit, die es seither dort gibt, als Kristallwüste bekannt.


977
Im Westen der Immerlande spricht der Amurpriester Magheran bar'Matte eine Prophezeiung, welche den Untergang Kharan'Rkharrs voraussagt.  Er sendet Boten aus um jene vier Helden zu finden, deren Kommen geweissagt wurde. Eðye tar'Arien von der Sippe Mic'ha, eine magiebegabte Rhínemoor, Jurien bar'Breye, ein Bogenschütze der Moorà, Danja tar'Heyle aus dem Haus Yao'Nâire, eine Halbelbin und Alchemistin, und Rahi'rion aus dem Haus Mathosdar, ein Silberelb und Meisterharfner.


983
Die vier Helden des Westens erheben sich aus dem Chaos, um dem Schrecken Kharan'Rhkarr endgültig ein Ende zu setzen. Mithilfe einer List gelingt es einem kleinen Heer, den Drachen aus seiner Höhle zu locken, so dass die vier Helden ihm in seinem Bau eine Falle stellen können.  Als sich der Drache, geschwächt vom Kampf, in seine Höhle zurückzieht, schnappt die Falle zu und der Berg wird über ihm zum Einsturz gebracht. Doch das verbrannte Land rund um die Rhaínmündung, das zerstörte Rykwater und weite Landstriche südlich des Rhaíns sollen vier Jahrzehnte brauchen, um sich von den Verwüstungen Kharan'Rhkarrs zu erholen. Währenddessen halten die Rhínemoor den Tod des Drachen geheim und sorgen auch dafür, dass die übrigen Immerlande nichts von seinem Ableben erfahren  aus Angst, doch noch von den Drachenkönigen Tamarlons erobert zu werden.


1002
König Trystane Dracayren gründet die Hafenstadt Alayz an der Mündung des Sumber am Meer der Ruhe.


1023
Das Königreich der Rosen beansprucht alles Land nördlich des Rhaín für sich, während Sutha alles Land südlich des großen Stroms – abgesehen von den Gebieten des Reichs der Wasser von Môr - als das ihrige annektiert.


1032 
Die ersten Eisteufel erscheinen in der Kristallwüste in Immerfrost; die Barbaren des Nordwestens beginnen ihre Wache an den Grenzen zur Kristallwüste.


1043
Die Zwerge des Wolkenthrons verbünden sich mit den Elben Dúnes gegen die Frostriesen der Eisigen Öden. Stormhavn an der Westküste der Immerlande erstrahlt wieder in seinem alten Glanz und auch die Schifffahrt der Rhínemoor erlebt ihren Aufschwung nach dem Tod des Drachen.


1044 - 1046
In Dúne kommt es zu den Winterschlachten. Zwerge und Elben besiegen die Riesen schließlich im Jahr 1046 unter großen Verlusten und vertreiben sie wieder aus dem Norden der Immerlande. Die überlebenden Frostriesen fliehen über den Kalten Ozean zurück nach Gronaland.


1050
Serassher Zedernherz schließt einen Pakt mit Ragnaron'ar Kaltherz, dem Frostdrachen, der für ihn ein großes Werk, eine gewaltige Mauer an der Ostgrenze Dúnes errichten soll.


1150

Ragnaron'ar Kaltherz vollendet für Serassher Zedernherz die Große Mauer. Die nomadisch lebenden Stämme der Wildlinge sind von nun an in den Eisigen Öden zwischen dem Kalten Ozean, den Bergen des Wolkenthrons und der Mauer eingeschlossen. Im Westen beginnen die Rhínemoor mit dem Bau von Fa'Sheel an der Rhaínmündung. Die Stadt soll die prächtigste und größte Hafenstadt des Reichs der Rosen werden.


Ab etwa 1200

Die Elben Dúnes nehmen die ersten Beziehungen zu den freien Menschen von Laigin, dem Königreich der Hügel, auf. Vorsichtiger Handel entsteht über die Pässe des Wolkenthrons. Im Westen verblassen allmählich der Schrecken und die Erinnerungen an die Terrorherrschaft Kharan'Rhkarrs.


1240
In Tamarlon kommt es zum "Aufstand der zehntausend Speere", einer blutigen Sklavenrevolte, die grausam von König Naerakar niedergeschlagen wird.


1242
Das Buch der Elemente, das große Buch der Zauberei, wird vom Rat des Arkanum in Walraven verfasst.


1272

Laigin, das Königreich der Hügel, fällt durch Heirat von Maeniver Dracayren mit Lynniafair von Dara ebenfalls an Tamarlon. Dùne bricht alle Beziehungen zum Reich der Hügel ab.


Um 1300
Die beiden Reiche der Rhínemoor im Westen, das Königreich der Rosen im Norden und das Königreich Sutha südlich des Rhaíns haben sich von den Folgen des Drachenkampfes erholt und erstarken allmählich. Zahlreiche weitere Hafenstädte werden gegründet und die Schifffahrt beider Reiche erblüht. In Stormhavn werden die ersten hochseetauglicheren Schiffe gebaut, welche alsbald das Silbermeer erkunden.


1400
Die Söhne Rhuduor Dracayrens, Ruan und Rhagad, versuchen beide den Drachenthron zu besteigen und nach Monaten des Streits beginnt der Bruderkrieg. Tamarlon zerfällt in Unordnung. Die Linie der alten Könige der Wälder stirbt aus.


1404
Ruan Dracayren lässt die Arkane Akademie in Lair Draconis schleifen, weil sich die Magier ihm weder unterwerfen, noch sich ihm anschließen wollen. Zahllose Magier finden dabei den Tod. Im Kerker der Arkana findet Ruan jedoch eine Gebrannte, die ihm im Tausch für ihre Freiheit Gefolgschaft schwört. Die Gebrannte Khuray schart auf Ruans Geheiß hin in den nächsten sechs Jahren so viele Hexer und abtrünnige Magier um sich, wie ihr folgen wollen. 


1405
Die Druiden Tamarlons weigern sich beharrlich im Bruderkrieg Partei zu ergreifen und müssen das Drachenreich, verfolgt von beiden Königsgarden, verlassen. Sie fliehen in den Norden auf das Gebiet des ehemaligen Königreichs der Hügel und nehmen das heilige Erddrachenauge mit sich. Tamarlon büßt somit viel von seiner Macht ein.


1406
Laigin, empört über den Bruderkrieg und die Druidenverfolgung, sagt sich von Tamarlon los, das folglich nur noch aus acht der ehemals neun freien Menschenreiche besteht.


1407
Geburt von Cobrin dem Priester als Sohn eines Fürsten in Darth.


1409

Khuray und ihre Hexerarmee erreichen den Westen der Immerlande. Sie spüren den Rat des Arkanums in Walraven auf und greifen die Stadt an.


1410
Es kommt zur Schlacht der Elemente zwischen den Hexern und dem Rat des Arkanum bei Walraven im Westen der Immerlande. Die Magier bleiben jedoch siegreich, Khuray und fast ihre gesamte Armee  werden ausgelöscht, die wenigen, welche die Schlacht überlebt haben, werden gejagt und getötet.


1411
Die Prinzen Tamarlons fallen beide im Krieg der Brüder und der Thron Tamarlons ist verwaist. Die Brut des Drachen, die letzten Sprösslinge des Hauses Dracayren, werden von Unbekannten aus Tamarlon fort- und angeblich in Sicherheit gebracht. Ihre Spur verliert sich jedoch in den Wirren des Krieges.


1412

Das Imperium Tamarlon zerfällt wieder in die einzelnen Königreiche, aus denen es entstanden war. Truchsess Reamon Taillefer, die rechte Hand des alten König Rhuduor, hält alles Land um Lair Draconis vom Wyrmschwanz bis zu den Eisenbergen von dracayrentreuen Truppen besetzt.


1412 - 1415
Der Thron des Drachensteins bleibt leer und unbesetzt, und die Legenden besagen bald, die Geister der Dracayrens gingen in der alten Festung um. Netze aus Intrigen und Allianzen des alten tamarlonischen Adels durchtränken die übrig gebliebenen Königreiche, und bald sind alle Führer des ehemaligen Imperiums der Drachenkönige in einen Krieg um die Vorherrschaft verwickelt. Das Königreich der Seen zerfällt, die Königslinie stirbt aus. In Koningsborn im Königreich Sutha wird Reyne bar'Everarda, die Gründerin der späteren Rhaínlande, geboren.


1415 - 1428
Die Zeit der Wirren. Schlachten und Kriege um die Vorherrschaft toben überall in den Herzlanden und im Osten. Rósbailemòr wird geschleift und die Linie der Dornenkönige stirbt aus (1417); Schlacht um Dornheim (1420) und Verteidigung der Stadt durch das Haus Rascoyne. Alte Adelssippen sterben aus und neue Herrscher kommen auf. Von den ehemals Neun Königreichen, aus denen Tamarlon bestand, existieren nach 1428 noch vier: Laigin, das Königreich der Hügel, Renairis, das Königreich der Nebel, Ledonian, das Königreich der Winde und Meirion, das Königreich der Heide.


1420
Einige Stämme der Barbaren überschreiten zum ersten Mal den Hochlandpass auf der Suche nach neuen Jagdgründen und Weideland. Es kommt zu mehreren Scharmützeln mit den Rhínemoor, welche mal diese, mal jene Seite für sich entscheidet. Sie dringen bis an den Rhaín vor, müssen sich dann aber wieder nach Norden zurückziehen.


1425
Der Drachenthron von Lair Draconis ist noch immer verwaist, die Erben der Drachenprinzen sind nicht mehr aufzuspüren. Es kommt zum  Pakt von Sais und der Gründung des Ordens der Sturmschwerter durch Sire Reamon Taillefer. Die bisher von dracayrentreuen Truppen besetzten Gebiete östlich des Wyrmschwanz werden zu den vier unabhängigen, freien Herzogtümern Belgrave, Arnis, Ceresdor und Hochwald. Die Stadt Lair Draconis selbst und einige Gebiete östlich davon werden zu neutralem Ordensland erklärt. Der Großmeister des Ordens der Sturmschwerter bleibt formal Truchsess des Drachensteins und Hüter des Throns.


1426
Die Städte Ambar, Alayz und Cardossa an den Ostküsten der Immerlande erklären sich zu Freien Städten und Stadtstaaten.


1427
Asgrim Blodaxe, ein Häuptling der Barbaren Immerfrosts führt ein mächtiges Heer nach Süden, um die übrigen Lande der Menschen anzugreifen, im Glauben, der Kampf um den Thron Tamarlons hätte die Reiche geschwächt. Auf ihrem Weg den Frostweg hinab zerstören sie weite Teile des Königreichs der Rosen. Dieses bittet Sutha zwar um Hilfe, wird jedoch im Stich gelassen und muss den Frostweg aufgeben – dem Vormarsch der Barbaren nach Süden steht damit nichts mehr im Weg.


1428

Drei der vier Königreiche um den Ildorel - Ledonian, Meirion und Renairis - schließen eilig einen wackligen Frieden und stellen sich den Nordbarbaren in den Herzlanden. Die Zeit der Wirren endet.


1429
Schlacht in den Feenhügeln. Sutha schließt sich dem Bündnis Ledonians, Meirions und Renairis an. Die Barbaren können unter hohen Verlusten von den vereinten Reichen zurückgeworfen werden, zerstören jedoch Brugia und die Rhaínbrücken völlig. Die Linie der Könige Ledonians stirbt aus.


1430
Schlacht an den Rhaínfurten. Die Linie der Heidekönige stirbt aus. Nach einer vernichtenden Niederlage gegen die Barbaren übernimmt ein junger Kämpfer namens Cobrin der Priester den Befehl über die Reste der Armee der vereinigten Königreiche. Er zeigt dabei so unglaublichen Mut, Kampfgeist, Können und strategisches Geschick, dass er praktisch im Alleingang den Kriegsverlauf wendet. Noch während der Schlacht oder unmittelbar danach wird Cobrin von Shenrah als erster Ritter erwählt. In den folgenden Jahren scharen sich elf weitere Ritter, von je einem anderen der zwölf Götter erwählte Streiter, um ihn, schwören ihm Treue bis in den Tod und werden zu seinen engsten und loyalsten Gefährten.


1430-1435
Das Königreich der Rosen und das Königreich Sutha bekriegen einander ob des gegenseitigen Betrugs während der Barbarenangriffe.


1431
Viele Priester des Zwölfgötterglaubens haben Visionen von Cobrin und verbreiten, er sei ausersehen und von den Göttern ausgewählt, die Menschheit zu einen. Cobrin ehelicht Arianwen aus dem Haus Renairis.


1432

Ein winziges Heer von Fischern, Bauern, Waldläufern und Bogenschützen hält das kleine Dörfchen Talyra am Nordwestufer des Ildorel so lange gegen Asgrims Barbarenkrieger, bis Cobrin der Priester endlich mit seinem Heer von Süden heran ist.


1433
Schlacht im Larisgrün. Cobrin treibt die Barbaren nach drei Tage währendem Kampf in die Sümpfe des Tiefen Grunds, wo viele umkommen. Geschlagen zieht Asgrim sich mit den Resten seines Heeres  zurück. Cobrin schwört bei seinem Schwert, Talyra niemals zu vergessen und eine große Stadt hier zu errichten, sobald er gekrönt ist. Noch in Talyra verkündet er, ein neues Imperium zu erschaffen.


1435
Der Held Serath, ein Gefolgsmann Cobrins und erster Ritter Loas, führt ein Heer in den Hohen Norden, treibt die Barbaren auf die Halbinsel Immerfrost zurück und führt dort einen brutalen Eroberungsfeldzug gegen die geschwächten Stämme. Nur zwei Jahre später überrennen Seraths Krieger und Feuermagier die Barbaren Immerfrosts und treiben sie hoch in den Norden.


1437 bis 1446

Reyne der Einerin gelingt es, Frieden zwischen dem Königreich Sutha und dem Königreich der Rosen im Westen zu stiften und die Reiche zu einen.

 
1439
Serath wird von Asgrims Sohn Armod im Kampf erschlagen, doch seine Truppen haben Cobrin eine Provinz für sein zukünftiges Imperium erobert und nennen diese "Immerfrost".


1440
Cobrin der Priester wird von allen noch lebenden Führern der Menschen zum Hohen König gesalbt, allein die Herrscher der Vier Herzogslande und Laigins, des Königreichs der Hügel, enthalten sich. Da sie keinen legitimen Erben des Drachenthrones vorzuweisen haben, akzeptieren sie Cobrins Reich, lassen sich jedoch nicht eingliedern. Cobrin predigt eine neue Standesordnung. Er schwört allen Untertanen Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit vor dem König und den Göttern zu schaffen. In Immerfrost geraten Seraths Truppen in einen Hinterhalt und müssen sich angeschlagen zurückziehen, können die Provinz jedoch halten. Die Barbaren siedeln fortan nur noch im hohen Norden.


1441
Cobrin der Priesterkönig gründet das Imperium von Ûr und lässt mit dem Bau Qum' Rans der Goldenen auf der Ebene von Hór beginnen, die zur Hauptstadt Ûrs werden soll. Zudem hält er seinen Schwur und errichtet aus den Überresten des Fischerdorfs am Ildorel Talyra die Prächtige, eine große Stadt. Handel, Handwerk und Künste erblühen wieder.


1444
Vertrag von Tandora. Die Zentauren treten weite Landstriche Assuarans an Cobrin ab und übergeben sie dem Imperium von Ûr.


1445
Mehrere hohe Häuser der Kheleda'ya in Logren sind besorgt über die plötzliche Nähe der Menschen, halten sich jedoch zurück. Die Elbenlande bleiben den Sterblichen weiterhin verschlossen. Cobrin lässt mit dem Bau der großen Handelsstraßen im Süden, Westen und Norden beginnen.


1447
Schlacht am Djebel el Araq. Cobrins erstgeborener Sohn Caradog stirbt. Die Targa werden geschlagen, führen fortan jedoch einen lange Jahre andauernden Widerstandskampf gegen die imperialen Truppen des Priesterkönigs. Milon von Forgan, einer der elf ersten Ritter und Gefolgsmann Cobrins, ehelicht in Brugia Elhred, die Tochter Reynes der Einerin. Die vereinten Reiche des Westens schließen sich als Provinz Rhaínelanden dem Imperium von Ûr an. 


1450 - 1480
Cobrins Frieden: die Menschen vermehren sich rasch und gründen viele Siedlungen und Städte im imperialen Herrschaftsgebiet. In wenigen Jahren vervierfacht sich die Bevölkerungszahl Ûrs. Cobrin unterstellt die Llelar-Ebenen formell seinem Schutz, überlässt das Land jedoch vollständig den Faunen. Talyra wird zur größten und einflussreichsten Stadt am Ildorel. Künste und Wissenschaften werden groß im Imperium. Die Magier gewinnen immens an Macht und Einfluss. In diese Zeit fällt auch die Gründung Serathies in Immerfrost im Jahr 1476.


1481
Die Pilgerfahrt Cobrins des Priesters in die Elbenlande, auch der "Ritt der Dreizehn", genannt.


1482
Cobrin erreicht endlich das Grüne Tal von Erryn und wird von den Elbenkönigen empfangen. Von seinen zwölf Gefährten sind nur noch sein Knappe Kalmar Silberklinge und sein Sohn Carelin am Leben und bei ihm.


1483
Nach der Prüfung von Herz, Hand und Geist, erringt Cobrin der Priester endlich das Wohlwollen und Vertrauen der Elben für die Menschen und kehrt nach Ûr zurück, wo er kurz darauf stirbt.


1495
Cobrins jüngster Sohn und Erbe Carelin vollendet Qum' Ran. Carelin gründet die Südliche Dynastie der Herrscher von Ûr, indem er - allerdings erst spät - eine Prinzessin der Targa zur Frau nimmt und so geschickt die Wüstenstämme der Sagora endgültig ins Reich holt.


1511
Tod Carelins. Sein Sohn Chentechthai wird bereits mit 14 Jahren König von Ûr.


1513
Die Zwerge der Karrekankursta, der Halbinsel Immerfrost, knüpfen erste, lose Handelsbeziehungen zu den Pakkonen, den Kolonisten der Provinz Immerfrost.


1526
In Hochwald, einem Freien Herzogtum der Drachenlande, werden zum Schutz der Küsten vor Piraten die Rote und die Grüne Drachenflotte gegründet.


1600 – 1650
Die Narge und andere Geschöpfe der Unheiligen Legionen vermehren sich stetig in den unzivilisierten Gegenden der Immerlande, vor allem im Süden und Südosten jenseits der imperialen Grenzen. Elbische und Imperiale Krieger schließen sich erstmals zusammen, um sie gezielt zu bekämpfen.


1600
Zwischen den Freien Städten der Ostlande Ambar und Cardossa kommt es zunehmend zu Spannungen. Am Bar el-Atbár wird Mar'Varis die Prächtige gegründet.


1604
Schlacht der Hundert Schiffe und Gründung der Triade durch Alayz, Ambar und Cardossa. Die Städte schließen ein Handels- und Friedensbündnis


1606
Eine Gruppe abtrünniger Shebaruc und die letzten Kalenjin, Menschen der Südlande, gründen in der Bucht der Schatten im Süden der Rubinküste die Stadt Agutrot. Von ihnen stammen die späteren Azadoura ab, ein Mischvolk, das in der Bucht der Schatten seine Heimat hat.


1653

Der Große Vertrag von Ildala: Elben und Menschen legen die Grenzen ihrer Reiche fest und knüpfen erste, vorsichtige Handelsbeziehungen.


1660 - 2000
Der Imperiale Frieden. Innerhalb der imperialen Grenzen herrschen zumeist Frieden, Wohlstand und Aufschwung. Die elbischen und menschlichen Tempel beginnen mehr und mehr zu verschmelzen, Handwerk und Handel erblühen, zahlreiche Städte werden in den imperialen Provinzen gegründet, Handelsstraßen ausgebaut, Schifffahrtsrouten entdeckt und viel befahren. Die Neutralität des Hohen Rates des Arkanum ist den Imperatoren Ûrs jedoch zunehmend ein Dorn im Auge.


1670
Die imperiale Provinz Rhaínelanden gerät in einen Konflikt mit dem Imperium von Ûr, da sie dem Hohen Rat des Arkanum noch immer Obhut gewährt. Rhelaid, Statthalter der Provinz, lässt den Magiern in Walraven die Dheremaja, ein gewaltiges Schiff, bauen, um gewaltsame Auseinandersetzungen zu vermeiden.


1675
In Walraven sticht die Dheremaja in See und wird fortan schwimmender Sitz des Hohen Arkanen Rats. Statthalter Rhelaid wird auf Befehl von Imperator Harmachis hingerichtet. In den Rhaínlanden beginnt unter Rhelaids Nachfolger die große Magierverfolgung.


1678

In Kap Taret an der Südostküste des Imperiums von Tamarlon, wird die Weiße Arkana erbaut.


1685

Mundus, Archon des Dunklen, erschafft die acht ersten und ältesten Vampire - Malsum, Lammas, Ultha, Blakkavar, Achyuta, Neal, Raban und Bojar, seine "Kinder". Mit ihnen kommt der Vampirismus in die Welt. Die Acht Orden des Blutes werden gegründet.


1692
Pakt von Cliath. In den gesamten Drachenlanden wird der Sklavenhandel verboten – allerdings nur der Handel, nicht die Sklaverei an sich und das Leibeigentum der Unfreien existiert nach wie vor in den einstigen Kernlanden des Imperiums von Tamarlon.


1700

Die Erste der Dunklen Plagen. Ritter, Druiden, Schamanen, Schattenjäger und Ordensjäger bekämpfen die Munduskinder und können sie erst nach bitteren Verlusten zurückschlagen. Der Orden widmet sich fortan auch der Sammlung von Wissen über diese neue Bedrohung und ihrer möglichen Vernichtung.


1766

Drei Orden des Blutes wenden sich von Mundus ab und bekennen sich voller Reue zu Sithech - die Achyuta, Rabani und Malsuma. Es kommt zur Zweiten der Dunklen Plagen, dem "Krieg der Blutorden" im Westen Belgraves.


1767 - ca. 1790
Die Orden des Blutes ziehen in die Immerlande und lassen sich an verschiedenen Orten nieder. Nur die Neala, der Sechste Orden des Blutes, bleibt in Sauloth.


1800 - 1805
Die erste Große Pest in den Ost- und Drachenlanden wütet in mehreren Wellen fünf Jahre lang in den Freien Städten, den Großen Steppen, den Freien Herzogtümern und den Ordenslanden und kostet zahllose Menschenleben. Der Pest folgen Hungersnöte durch Missernten und denen wiederum schwere Unruhen und Aufstände, die zumindest im Süden der Drachenlande erst dreißig Jahre später wirklich zu Ende gehen.


1918
In der Bucht der Schatten entsteht nach dem Tod Azadouhis der Piratenrat von Agutrot, genannt "Töchter der Sieben Grotten"


1960
Die Dheremaja gerät vor der Nordwestküste Immerfrosts in ein Packeisfeld und wird von einer Schar Frostriesen überrascht. Ein heftiger Kampf zwischen Magiern und Riesen entbrennt, doch letztlich rettet nur das selbstlose Opfer zahlloser Magier den Rat des Arkanum vor dem sicheren Untergang. Durch Vereinigung all ihrer Kräfte gelingt es ihnen, das Schiff in unerreichbare Höhen und außer Reichweite der Frostriesen zu erheben, wofür sie mit ihren Leben bezahlen. Doch Xhinaoha erbarmt sich ein weiteres Mal ihren Schützlingen. Sie erhebt die Dheremaja in die Lüfte und erbittet von den Magischen Wesen je ein Kleinod, mit welchen sie das Schiff ausstattet. Fortan ist der Rat des Arkanum im Besitz eines weiteren göttlichen Artefaktes – und die Dheremaja das erste und einzige fliegende Schiff der Immerlande.


1975 – 1995
Im Nordwesten der imperialen Provinz Ildorien kommt es zum Krieg der Rosen zwischen den Häusern Rascoyne und Iorc, was nach zwanzig Jahren Krieg zur Teilung des Fürstentums Draingarad und der Entstehung Gríanàrdans führt.


Ab 2080
Die zweite Große Pest bricht in den Ostlanden aus, betrifft diesmal jedoch nur die nördlichen und westlichen Drachenlande und wütet in den folgenden zweihundert Jahren entsetzlich in den nordöstlichen Herzlanden, vor allem in Blurraent.


2100
Das Große Konzil von Sûrmera, bei welchem die Tempel der Menschen und Elben offiziell zu einem werden. Glaubensgrundsätze, Bekenntnisse und Lehren werden reformiert, neu verfasst und das Buch der Götter wird gemeinsam niedergeschrieben. In diesem Zuge kommt es auch zur Kalenderreform und allgemeine Übernahme des dracayrischen Sonnenkalenders. Außerdem wird der Rat der Zwölf ins Leben gerufen.


2165
Ein vereintes Heer aus Menschen, Sithechjüngern und einigen wenigen Elben belagert Sauloth, eine Hochburg der Munduskinder am Fuß eines alten Heiligtums in den südlichen Wyrmschwanzbergen, welche den Tempeln schon lange ein Dorn im Auge ist.


2169
Sauloth fällt; die Stadt wird von menschlichen und elbischen Priestern gleichermaßen gereinigt, der Sechste Orden des Blutes fast vollständig vernichtet. Die wenigen überlebenden Neala fliehen nach Osten. Ein Jahr später, 2170, beginnt der Bau von Am'Shaer oder Amar Shaer und einer gewaltigen Tempelanlage zu Shenrahs Ehren.


Um 2200
Die nach den beiden Großen Pestwellen wiedererstarkten Windreiter beginnen die Freien Städte der Ostlande zu bedrängen und es kommt zu den Reiterkriegen, die acht Jahre lang in mehreren blutigen Schlachten ausgefochten werden. Sie enden jedoch siegreich für die Tharndrakhi und damit, dass die Freien Städte ihre Tributzahlungen ans die wilden Reiterstämme beginnen, um sich Frieden zu erkaufen.
 

2231
Sethenes der Schattenwanderer wird Herrscher der Blutelben.


2240 - 2260
Die stete und vor allem schnelle Vermehrung der Menschen bereitet immer mehr Elbenfürsten Sorge ob der Ausbreitung und des Landhungers der Sterblichen.


2256
In der Weißen Arkana von Kap Taret tagt das zweite große Konzil der Magier. Der Rat des Arkanum und der elbische Zirkel der Elemente schließen sich zum Hohen Magischen Rat zusammen. Der Codex Magica wird reformiert und erneut niedergeschrieben.


2261
Der Geheime Rat von Madrasset. Die Elben und Zentauren beraten, was wegen der Menschen unternommen werden soll. Sessair Mondjäger, Hoher König der Elben beschwört alle Völker den Frieden zu wahren.


2280

Die Dritte der Dunklen Plagen. die Am'Shaer, die goldene Stadt wird von den vereinten Orden des Blutes der Munduskinder überrannt, der große Shenrahtempel, immer noch im Bau befindlich, geschleift. Obwohl die seelenlosen Vampirhorden schließlich zurückgeschlagen und besiegt werden, wird das Sturmtal verwüstet und bleibt fortan ein düsterer Ort, an dem Geister und Schattenwesen umgehen.


2300

Der Rat der Zwölf nimmt seinen Sitz in Qum'Ran auf dem heiligen Hügel Wadjet ein und errichtet dort das Hut-net-hehu-em-renput oder 'Haus der Millionen von Jahren'. Organisation und Strukturen innerhalb des Rates bilden sich heraus und er wird im Lauf der nächsten fünfzig Jahre zu einem ernstzunehmenden Machtfaktor.


2355
Geburt Blaerans des Seligen in Ildala, der später der erste Templer werden soll.


2380

Das Jahr der Großen Schrecken. Vielerorts in den gesamten Immerlanden kommt es zu Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Stürmen oder Dürren. Im Süden kommt es gar zu einer totalen Sonnenfinsternis. Am gleichen Tag wird in den Diamantminen von Mar'Varis in den Daharbergen der Stern von Ûr gefunden und dem Shenrahtempel als Opfergabe überreicht.


2385

Der Orden der Sturmschwerter proklamiert, einen legitimen Nachfahren der Drachenkönige gefunden zu haben, doch der Thronerbe wird durch die Vier Heller Verschwörer ermordet, bevor er Lair Draconis erreicht. In den Drachenlanden beginnt ein Krieg aller Freien Herzogtümer gegen den Orden der Sturmschwerter, der später als Vier Heller Krieg in die Geschichte eingehen soll. In Qum'Ran weiht Blaeran der Selige, ein Ritter Shenrahs und Prinzgemahl Imperatrix' Clothras, sein Leben ganz seinem Gott, lebt fortan in Keuschheit und wird vom Rat der Zwölf zum Ersten Templer erklärt. Noch im selben Jahr wird im Auftrag des Rates der Zwölf das mächtige heilige Schwert Schattenfluch geschmiedet. Nur fünf Jahre später gründet Blaeran den Orden der Weißen Sonne, den ersten und ältesten Templerorden.


2398
In den Drachenlanden endet nach dreizehn langen Jahren der Vier Heller Krieg und es kehrt wieder Frieden ein.


2401
Imperatrix Clothra stirbt kinderlos und Blaeran der Selige wird Regent für seinen Neffen Ciar den II., wird jedoch ebenso wie der Thronerbe Ûrs nur ein Jahr darauf von Cinaron, dem Bastardbruder des Prätendenten ermordet. Cinaron krönt sich selbst in Folge dieses Staatsstreiches als Cinaron der Prächtige zum nächsten Imperatoren Ûrs. Im Zuge dieses Umsturzes hat der Rat der Zwölf alle Hände voll zu tun, Frieden und Ordnung im Reich einigermaßen aufrecht zu erhalten und gewaltsame Aufstände zu unterdrücken, wird jedoch im Verlauf der nächsten Jahre selbst in einen Machtkampf mit Imperator Cinaron vestrickt, der bis zu dessen Tod im Jahr 2420 anhalten soll.


2697
Alessath Letztkönig, der letzte Imperator Ûrs, wird in Qum'Ran geboren.


2702

Argon der Eroberer, Statthalter der Provinz Ildorien, rüstet ein gewaltiges Heer und marschiert über die Salzstraße nach Osten in Arnis ein, um die Drachenlande als Provinz für das Imperium zu erobern.


2703 – 2704
Die Zwölf Argonschlachten im Grenzgebiet zwischen Arnis, Belgrave und Ildorien entfachen nur deshalb keinen Flächenbrand, weil durch kluges und besonnenes Handeln ein großer Krieg zwischen den Drachenlanden und dem Imperium verhindert werden kann. In Ûr nehmen die Spannungen innerhalb des Imperiums ebenso wie nach außen hin zu anderen Reichen zu. Der Rat der Zwölf bemüht sich um Vermittlungen, hat damit jedoch nur mäßigen Erfolg.


2705 – 2710
In vielen Grenzprovinzen des Imperiums wachsen Unfriede und Sorgen. Die Elbenkönigreiche Siam und Logren im Süden der Elbenlande und auch das Zentaurenreich von Assuaran geraten ob des Landhungers der Menschen in Bedrängnis, in Immerfrost hingegen wächst unter der einfachen Bevölkerung zunehmend die Ablehnung imperialer Machtpolitik und Dekadenz, und in Ildorien, vor allem in Brioca und Talyra, kommt es vielerorts zu ersten Unruhen und Aufständen, die jedoch noch ignoriert oder blutig niedergeschlagen werden. Die Stadt Carndona wird von den Menschen Sûrmeras aufgegeben, um die Elben von ihrem guten Willen zu überzeugen – dennoch bricht der Handel mit den Schönen ein und kommt schließlich ganz zum Erliegen.


2717
Einige der wilden Nomaden- und Reiterstämme des Imperiums überschreiten im Südwesten die Grenzen der Elbenlande auf der Suche nach mehr Weideland, andere bedrängen im Osten Assuaran. Im Westen sind dies vor allem die Targa, die Kirimtar und Tubalkain, im Osten, im Hochland von Mek'ele und den Amarabergen die Keraiten unter Khairtamir von Barqa und die Khasaren unter Raukatain.


2720
Die Blutelben unter Führung Sethenes des Schattenwanderers überfallen heimtückisch die Zentaurenwachen in der Nähe des Tals der Roten Nebel und erschlagen viele; Rhu Binoen fällt, es kommt zum Massaker von Najm. Sethenes der Schattenwanderer steigt hinab in die Neun Höllen und zu den Ruinen des Dunklen Gottes.  Im Nordwesten der Immerlande gibt es einen extrem kalten Winter. Das Treibeismeer friert vollkommen zu und über die entstandene Eisbrücke unternehmen Frostriesen und Aurochmagr von Gronaland aus Raubzüge auf den Norden Immerfrosts.


2721
Tamanes Letztschatten, der einzige Überlebende von Najm, erreicht Qum' ran und berichtet Alessath Letztkönig, Imperator von Ûr, vom Überfall der Blutelben. Die Vierstädte im Hochland von Mek'ele und den Felsen von Tororo werden belagert.


2722
Die Barbaren des Nordens geraten durch ausgedehnte Raubzüge der Reifriesen und Aurochmagr sowie die Ausdehnung der Provinz Immerfrost immer mehr in Bedrängnis.


2723
Ottur Wæfre, ein junger und sehr kriegerischer Barbarenhäuptling, sammelt viele seines Volkes um sich und rüstet eine Flotte von Drachenschiffen. Auf der Suche nach Land stechen sie von den Barbarenlanden aus in Richtung Osten in See.


2724

Die Elben patrouillieren zum ersten Mal seit Jahrhunderten wieder an den Grenzen ihrer Reiche und vertreiben viele menschliche Siedler aus den unmittelbaren Grenzgebieten.  Auf der Ebene von Arnany kommt es zu Gefechten zwischen Smaragdelben und Reiterstämmen des Imperiums. Alessath schickt Truppen in den Süden, um die Reiterstämme seines eigenen Reiches in Schach zu halten. Die Khasaren, Keraiten und Tubalkain rebellieren. Im Imperium beginnen die Reiterkriege und sollen bis 2729 andauern. Sethenes der Schattenwanderer beginnt in der Unterwelt mit einem blasphemischen Ritual um den Dunklen Gott zu erwecken.


2725
Alle Priester, Druiden und Schamanen spüren eine Erschütterung der Macht, als rüttele jemand an den Grundfesten der Erde selbst. Der Rat der Zwölf hält ein außerordentliches Konzil, um weiteres Vorgehen zu beraten. Zeitgleich halten die elbische Priester den Hohen Rat von Tianmen, der Heiligen Stadt Logrens ab, was ein weiteres Zerwürfnis der einst vereinten klerikalen Mächte elbischer und menschlicher Tempel offenbart. Ottur Wæfre landet an der Küste Dúnes und greift den Amberstein an. Aufgebracht erklärt Serassher Zedernherz die Menschen zu seinen Feinden und der Dúnekrieg beginnt im Norden mit der Schlacht um Ardunmere.


2726
Ardunmere fällt an Ottur Wæfre und seine Barbaren, doch sie bleiben nicht am Silberfjord, sondern wenden sich nach Osten.


2727
Der Nordosten der Immerlande brennt. In der Schlacht von Lorn Bradha werden die Elben von den Barbarenstämmen Wæfres vernichtend geschlagen. In den übrigen Immerlanden sammeln sich allerorts Wesen der Finsternis und der Unheiligen Legionen und organisieren sich, als würden sie von etwas zusammengerufen. Die Vierte der Dunklen Plagen bricht von Süden her unter dem Banner des Vierten Blutordens, der Blakkavari, über Assuaran herein und verwüstet das ganze Land zwischen dem Sar Perduin, dem Farafar und dem Mondfallgebirge - die heutige Sacaleynda. Die Templer des Ordens der Weißen Sonne und die Zentauren schlagen die Plage mithilfe des Ordens der Jäger und einiger Sithechjünger nieder. Die Blakkavari ziehen sich zurück und bleiben im Verborgenen bestehen, die Templer bauen die alte Zentaurenfestung Rixa in den Tafarabergen zum Crak von Rixa aus.


Ab 2728
Es kommt in Brioca und Talyra zu Aufständen in der Provinz Ildala gegen den Statthalter Hugue den Stammler, die bis 2730 jedoch blutig niedergeschlagen werden können.


2729

Die Reiterkriege enden mit der Auslöschung der Tubalkain, der Gefangennahme Raukatain Schwarzdorns und der Begnadigung Khairtamirs von Barqa. Die letzten Keraiten gehen in den Khasaren auf. In den heraufdämmernden Kriegswirren wird Raukatain nie vor den Imperator gebracht, sondern folgt Khairtamir und seinen Kriegern, die von Alessath Letztkönig in einem Himmelfahrtskommando zur Rettung der Vierstädte geschickt werden.


2730

Der Amberstein, Königssitz Dúnes im Norden, fällt. Tod Njar’das von den Kheleda’ya. Serassher Zedernherz muss nach Süden fliehen, einige Elben Dúnes retten sich auch nach Westen, zahllose werden getötet. Die Arkana von Narnia muss aufgegeben werden, einzig die Wächter des Mondtores bleiben zurück. Das Auge Xhinaohas aus Narnia geht jedoch in den Kriegswirren verloren und gilt seither als verschollen.  In anderen Gegenden der Immerlande ziehen ganz Heerscharen böser Wesen ziehen mordend und brandschatzend durch die Lande.


2731
Massaker von Alisair am Sarthe in der imperialen Provinz Ildala. Statthalter Hugue wird abgesetzt und soll nach Qum'Ran vor das Hochgericht des Imperators gebracht werden, doch sein Schiff sinkt auf dem Ildorel. Im Nordosten beansprucht Ottur Wæfre  alles eroberte Land von der Küste bis zum Dämmerforst für sich und seine Nordmannen. Einige Elben Dúnes, die nach Westen geflohen waren, gelangen in den Feuerbogen und finden dort in einem erloschenen Vulkan Zuflucht. Aus ihnen gehen die späteren Feuerbergelben hervor.


2732

Im Süden der Immerlande bricht der Krieg der Ungezählten Tränen oder der Große Krieg aus. Die Tore der Unterwelt öffnen sich und die Wesen der Finsternis und der Unheiligen Legionen fallen über die Lande des Imperiums ebenso wie über die Grenzen der Zentaurengebiete her. Die Elben der Elbenlande rüsten ein mächtiges Heer, ebenso wie die Zentauren Assuarans und verbünden sich mit den Menschen Ûrs.


2733
Die Vierstädte fallen. Khairtamir und Raukatain sammeln die Überlebenden um sich und führen sie mit den Resten ihrer Stämme nach Westen zum Bar el-Atbár. Tod Khairtamirs und Raukatains vor den Toren Kait Beys und Fall der Stadt. Schlacht von Qula, die Templer des Crak beschützen die Flüchtlinge aus den Vierstädten und schlagen die Verfolger vernichtend. Die Zentauren der südlichen Ebenen fliehen in den Sar Perduin, die Heerscharen der Finsternis marschieren nach Norden in Richtung Qum'Ran.


2734
Die Heere des Bündnisses und die Horden der Unterwelt stehen sich auf dem Feld von Samara gegenüber. Schlacht von Samara. Die Unruhen in Immerfrost erreichen ihren Höhepunkt. Das Imperium von Ûr fällt, Qum'Ran wird geschleift, die Großen Tempel zerstört, das Hut-net-hehu-em-renput ist nicht mehr. Sethenes der Schattenwanderer vollendet das Sakrileg in den Tiefen der Unterwelt, doch es schlägt fehl: Der Dunkle Gott regt sich nur für einen kurzen Augenblick. Dennoch sind die damit entfesselten Mächte derart gewaltig, dass sich die Sonne verdunkelt, Flüsse versiegen, die fruchtbaren Ebenen von Hôr, Suth und Lombard in öde Wüsten verwandelt werden und tagelang die Erde bebt. Die vier Überlebenden des Rats der Zwölf und die wenigen verbliebenen Templer fliehen nach Mar'Varis, die einzige größere imperiale Stadt, die noch verteidigt werden kann.


2735
Im Osten der Immerlande wird Kap Taret von Dämonen und anderen Wesen der Neun Höllen angegriffen und es kommt zur Schlacht auf den Klippen, die mit der Zerstörung der Weißen Arkana endet. In der Rashanmine Knochengrube an der Rubinküste kommt es zum Aufstand und zahllose Schwarzmagier, Schattenwanderer und anderes gefährliches Gesindel entkommt.


2736 - 2738

Gewaltige Stürme, Erdbeben und Brände fegen über den Süden und Südosten der Immerlande hinweg und Hunderttausende sterben. Nicht nur zahllose Städte fallen, auch viele Arkanas und Zauberschulen werden zerstört. Die Auswirkungen der Verwüstungen auf dem Kontinent reichen bis auf die Sommerinseln. Erdbeben erschüttern Morr'Marzama, der Vulkan auf Kura'kura bricht aus. Küstennahe Siedlungen der Chanka und Waldelben werden von Flutwellen vernichtet. Heftige Seebeben erschüttern die Region. Im Jahr 2735 erreichen die ersten Flüchtlingsströme vom Kontinent die Sommerinseln und gehen an den Nordspitzen von Sokatra und Dortoka an Land. Aus ihnen gehen die späteren Amrielaya, die Sommerkinder, hervor.


2740
Nach langen Irrungen und Wirrungen gelangt das Auge Xhinaohas, das aus der Weißen Arkana von Kap Taret gerettet werden konnte, nach Narnia. Das Vierte Zeitalter endet.