~ Die Ostlande ~

 

Wappen von ThunderlandThunderland

 

Landeswappen:
Das "Wappen" Thunderlands zeigt ein schwarzes Thunara-Ross auf grünem Feld, obwohl man hier eigentlich nicht von einem wirklichen Wappen im Sinn der immerländischen Heraldik sprechen kann, mehr von einem Banner, dessen Bedeutung und Symbolik alle Stämme der Thundrassar vereint. Die sieben Stämme der Thundrassar haben jeweils eigene Banner, die die Totemtiere zeigen, nach denen sie benannt sind.

Bevölkerungszahl:
Insgesamt leben in Thunderland etwa eine halbe Million Thundrassar und während der Sommermonde meist auch einige hundert umherstreifende Resande


Bevölkerungsanteile:

In Thunderland leben - außer der ein oder anderen versprengten Goblinbande vielleicht - keine anderen Wesen als Thundrassar und die durchziehenden Resande, die Bevölkerung besteht also ausschließlich aus Menschen.


Sprachen:

Die Thundrassar sprechen ihre eigene Sprache, das Thunrøsk. Viele von ihnen verstehen jedoch auch die Allgemeinsprache.


Regierungsform:

In Thunderland gibt es sieben autonome und autarke Stämme der Thundrassar, die jeweils ihren eigenen Hersen oder Häuptling haben, der wie ein König über sein Volk herrscht.  Über den Hersen, doch das ist eher ein formeller Titel, denn eine wirklich umfassende Machtposition, steht der Hersethan.


Herrscher:
Beornoth Wambspic, Herse des Cynn Aurok, des Auerstierstammes und Hersethan Thunderlands
Brinwar der Rote, Herse des Cynn Hengest, des Hengststammes
Aithanarid Siolufrsíen, Herse des Cynn Mærebera, des Bärenstammes
Chindasuinth Sercing, Herse des Cynn Cranog, des Kranichstammes
Sigesar Twifangs, Herse des Cynn Dimscua, des Schattenwolfstammes
Rodvig Grasbrand, Herse des Cynn Beofor, des Biberstammes
Talkanor Heorudrinc, Herse des Cynn Mæreléon, des Löwenstammes


(c) by Immerlan.deLage und Geographische Grenzen:
Thunderland liegt im Norden der Immerlande, südwestlich des Wolkenthrons. Es grenzt im Norden an das Tal des Punt und die Blauen Berge, im Nordosten an das Frithland und die Wispergrasebenen, im Westen an den Rhune und im Süden an die Okalasümpfe.


Klima und Landschaft:
Thunderland weist wegen seiner Lage typisches Inlandsklima, in seinem Norden herrscht bereits kontinentales Gebirgsklima. Das Wetter reicht von klirrender Kälte im Winter bis hin zu sommerlicher Hitze. Niederschlag fällt das ganze Jahr hindurch, wobei winterliche Schneestürme, die sogenannten Blizzards, dem Land enorme Schneemengen bringen.  Wehen von Westen her die warmen Currven-Winde, können die Temperaturen auch im Winter innerhalb kurzer Zeit deutlich ansteigen, nur um bald darauf wieder zu eisiger Kälte abzufallen. Im Winter können die beständig wehenden Winde die Wahrnehmung der gefühlten Kälte zudem noch verstärken, vorzugsweise während der gefürchteten Schneestürme zwischen Ende Blätterfall und Mitte Sturmwind. Zu den Wetterextremen gehören auch ausgeprägte Gewitterstürme in den Sommermonden. Hagelschlag ist hingegen selten und auch von langen Dürreperioden bleibt Thunderland für gewöhnlich eher verschont.

Wichtige Berge und Gebirge:
Außer den Blauen Bergen ganz im Norden des Landes besitzt Thunderland keine weiteren Erhebungen oder Gebirgszüge.

 
Wichtige Gewässer:
Der Punt im äußersten Norden und der Rhune im äußersten Westen sind die einzigen nennenswerten Gewässer des Landes. In den weiten, offenen Grassteppen Thunderlands gibt es jedoch zahlreiche Wasserstellen und verborgene kleine Quellen, welche Tümpel speisen, die nicht unbedingt das ganze Jahr über Wasser führen.


Wichtige Städte und Dörfer:
Die Thundrassar errichten keine festen Siedlungen, keine Städte und Dörfer - sie leben halbnomadisch und ziehen außer in den tiefsten Wintermonden mit ihren Pferdeherden und hölzernen Wägen den Büffeln, Aurochs und Mammuts hinterher, von denen sie leben. Alle Stämme haben feste Winterquartiere in windgeschützten Tälern am Fuß der Berge oder in den Rhuneauen, wie etwa das Tal der Weiden, die Graue Heide oder den Büffelgrund.


Wichtige Verkehrswege:

Die Silberstraße, welche von Laigin über Ambar und Frith bis nach Torhof führt, durchquert den Norden Thunderlands und ist die einzige befestigte "Straße" in diesen Gegenden. Außerdem nutzen die Thundrassar und andere gelegentlich den Rhune als Transportweg.


Der Runenstein von Garsia høll und ein Regenbogen über den Ebenen Thunderlands

 

Besondere Örtlichkeiten:
Auch in Thunderland gibt es einige mysteriöse, geschichtsträchtige oder besondere Orte, etwa die Sieben Steinhäuser oder Hildarhaj, das Feld des Blutes, wo der letzte König der Svear in der Schlacht der Zahllosen tränen fiel, die Rubinfurt an eben derselben Stelle, die nördlichen Rhuneauen mit ihren lichten Wäldern und der Runenstein von Garsia høll.


Regionale Flora und Fauna:
In den weiten, baumlosen Grasebenen Thunderlands wachsen vor allem Büffelgras, Feder-, Woll-, Diamant- und Krallengräser, Riesengras - oder Mammutgras, wie es hier genannt wird -, Lanzenklingengras, wilde Tulpen und Kräuter wie Schwarzkümmel, Feendisteln, Salbei, Schachtelhalm, Beifuß, Breitwegerich, Bärlauch und zahllose andere, die hier aufzuzählen jeden Rahmen sprengen würde. Es gibt Rispengras, Mond- und Schattengras, Karden-, Sonnen- und Tarpandisteln, Blaugräser wie im benachbarten Frithland und eine Vielzahl von Kräutern mit heilkräftigen oder giftigen Wirkstoffen. Im Tal des Punt, das im äußersten Norden Thunderlands liegt, wachsen auch dichte Wälder. Hier gedeihen vor allem Grünerlen, Grauerlen und Silberweiden, Steineichen, Eschen, Lärchen, Birken und Bergkiefern. Eine besondere Gräserart ist die Graswolle, aus deren weichen Flaumfasern die Thundrassar eine gleichnamige Faser herstellen, die etwas fester und glänzender als Baumwolle ist, aber ebenso weich und angenehm zu tragen.

Typische Tiere für die Steppenlande Thunderlands sind Bronzebüffel und Tarpane, Grashunde, Schwarzhirsche, Rehe, Branhörner, Auerstiere und Steppenmammuts. Es gibt Goldlemminge, Wildkaninchen, Skunkars, Dachse und Grasfüchse, verschiedene Marderarten, Wühlmäuse, Ziesel, Schattenwölfe, die bei den Thundrassar Dimscua 'dunkle Schatten' heißen, Waldluchse im Tal des Punt, Branbären und Steppenlöwen, die hier schlicht Mæreléon, also 'große Löwen' genannt werden.

Auch für unzählige Vogelarten bietet Thunderland eine Heimat, vor allem für Steppen-, Birk- und Auerhühner, Kornweihen, Liktikas, Sithechraben,  Bergadler und Schwarzmilane, Bronzeeulen, Rothalsgänse, Regenpfeifer, Eisvögel, Reiher, Wasseramseln und Singschwäne. An Reptilien kommen in Thunderland Erdkröten, Grasfrösche, Runenottern und Ringelnattern, sowie mehrere kleine Eidechsenarten, etwa Stein- und Graseidechsen, vor.  Die Insekten sind vor allem durch Stechmücken und Libellen vertreten, aber es gibt auch Spinnen, vor allem zahllose Runenspinnen. Im Punt und Rhune leben hauptsächlich Regenbogenforellen, Zander, Barsche, Zwölfaugen, Huchen, Sterlete und Hechte.  Tiere, die ausschließlich in Thunderland vorkommen gibt es nicht, doch die berühmten Thunaras haben hier ihr Ursprungsland und werden auch nur hier gezüchtet.


Vorherrschender Glaube:
Die Thundrassar hängen dem alten Ealaraglauben an. Sie kennen zwar inzwischen den Zwölfgötterglauben, haben ihn jedoch nie angenommen, auch wenn sie ihn durchaus tolerieren. Ihre spirituellen Führer sind Druiden und Schamanen.

Wichtige Tempel:
Die Thundrassar errichten keinerlei feste Gebäude und somit auch keine Tempel. Sie verehren die Grüne Weltenmutter an heiligen Orten wie besonders alten Bäumen in den Rhuneauen, welche ihr geweiht sind, oder an Quellen, in Tälern und auf windumtosten Ebenen. Ein besonderes Heiligtum ist die Quelle auf Hildarhaj, deren Wassern magische Kräfte nachgesagt werden. So soll jemand, der von ihr getrunken hat, für einen ganzen Tageslauf keine Lüge sprechen können und vor allerlei bösem Zauber geschützt sein. Auch glauben sie an die Naturgeister, die ruhmreichen Ahnen und ihre Totems.

Wichtige Handelspartner:
Die Thundrassar sind nicht unbedingt ein Volk der Händler und Krämer, doch auch sie betreiben Tauschhandel und machen gelegentlich sogar Geldgeschäfte. Vor allem handeln sie mit ihren direkten Nachbarn, dem Frithland, den umherziehenden Resande, die ihnen allerlei Nützliches bringen, mit Laigin, Ardun, ab und an mit den Tharndrakhi und hin und wieder sogar mit den Zwergen des Wolkenthrons.


Wichtige Bodenschätze und Ressourcen:
Thunderland ist arm an Bodenschätzen und besitzt auch keine nennenswerten Erzvorkommen, außer einigen wenigen Eisenlagerstätten in den Blauen Bergen, die gelegentlich aufgesucht werden. Gagat und Yirvalain, Mondstein und Eisenglanz sind ebenfalls zu finden.

Gold jedoch wird in reichlichen Mengen vom Rhune angeschwemmt und die Thundrassar haben den Wert des gelben Edelmetalls längst schätzen gelernt, auch wenn sie selbst ihm keine große Bedeutung beimessen, obwohl sie die Metallverarbeitung und auch das Geheimnis des Stahls kennen. Es ist ihr sogar wertvollstes Handelsgut (sieht man von ihren Pferden einmal ab, die sie ja kaum hergeben).

Hauptimportgüter:
Metallwaren aller Art, Gewürze, Stoffe und Tuche, Luxuswaren aller Art, vor allem Alltagsgegenstände aus Holz wie Schnitzwaren und ähnliches, da das in den weitgehend baumlosen Steppen vielerorts eine Rarität ist.


Hauptexportgüter:
Büffelleder, Gold, Graswolle, Mammutwolle, Elfenbein, Grasflechtwerk, Fleisch, Horn, Leim, Felle und gelegentlich auch Pferde, wobei nur Wallache verkauft werden. Ein Thunarahengst wird nur sehr selten und an ausgesuchte Personen verschenkt, eine Zuchtstute dieser Rasse wird niemals aus der Hand gegeben.


Sozialstruktur:
Die Thundrassar sind nomadisch lebende Jäger und Sammler, welche Pferde züchten, Büffel, Auroks und gelegentlich selbst Mammuts jagen und in ihren großen, prachtvoll verzierten Wagen umherziehen. Sie errichten keine festen Siedlungen und betreiben keinen Ackerbau. Es gibt sieben Stämme, jeder Stamm folgt einem Hersen oder Häuptling. Aus den sieben Hersen der sieben Stämme wird alle sieben Jahre der Hersethan gewählt oder aber - ist die Wahl nicht eindeutig - durch Kämpfe ermittelt. Jeder Hersethan kann nach Ablauf seiner siebenjährigen Herrschaft auch erneut gewählt werden. Doch nur in Not- und Kriegszeiten trifft er die endgültigen Entscheidungen und hat die Befehlsgewalt über alle Krieger der Stämme, im Frieden ist der Titel rein formell.


Politik:
Wenn die Thundrassar eine Politik betreiben, dann nach dem alten Sprichwort: Lasse uns in Ruhe und wir lassen dich in Ruhe. Die Wagenfahrer sind ein überaus stolzes, hartes und genügsames Volk, und furchtbar stur - das wird auch stets ihre Politik bestimmen. Allen Göttern sei Dank sind sie wenig bestrebt, sich in Machtspiele und Herrschaftsansprüche einzumischen, so lange ihr Land nicht unmittelbar betroffen ist. Eine alte Feindschaft, oder heute vielmehr eine alte Abneigung haben sie gegen die Faune, die ihnen immer noch nicht ganz geheuer sind, auch wenn kein Thundrassar heute noch einen Faunen für einen Dämon halten würde. Auch gegen die Drachenkönige und allen, die ihnen noch anhängen, hegen sie sie verständlicherweise keine sehr freundschaftlichen Gefühle.

Sie handeln viel und gern mit dem Frithland und pflegen mit Ardun traditionell ein freundschaftliches Handelsbündnis. Die Menschen der Freien Städte sind ihnen suspekt und auf die Tharndrakhi, die sich einst den Dracayrens ergaben, blicken sie eher ein wenig verächtlich herab. Magier und alle Formen arkaner Magie sind in Thunderland nicht gern gesehen und werden auch nicht geduldet, noch nicht einmal "nur auf der Durchreise". Wer also Zauberer ist oder Zauberkräfte besitzt, die mit arkaner Magie zu tun haben, sollte tunlichst darauf achten, das in Thunderland nicht an die große Glocke zu hängen und mit seinen Talenten auch nicht hausieren zu gehen. Immerhin verweisen sie Magier der Elemente meist nur unfreundlich ihrer Landesgrenzen und töten sie nicht gleich, wie man das andernorts in den Immerlanden gelegentlich zu tun pflegt.


Geschichte:
In alter Zeit, im Zeitalter der Morgendämmerung, lebten nur Faune, eine der Gründerrassen, in den weiten Graslanden, die heute als Thunderland bekannt sind. Jahrhunderte später, zur Zeit der ersten großen Völkerwanderungen der Menschen, wurde das spätere Thunderland dann vom Stamm der Svear besiedelt, einem wilden Reitervolk. Nach den Svear wanderten die Stämme der Dalaer, Riaden und Finnaithen in die Ostlande und gründeten das Reich Dalriada (etwa um das Jahr 10 des Dritten Zeitalters), das Reich der Weite. Sie verfolgten und vertrieben die Faune aus den nördlichen Wispergrasebenen und den Gebieten des heutigen Thunderlands, da sie sie aufgrund ihres Äußeren für Dämonen hielten.

Im Jahr 36 des Dritten Zeitalters brach im Reich der Weite die Cadwalarische Pest aus, richtete jedoch unter den Menschen Dalriadas nur geringen Schaden an. Dafür drang die Seuche auch bis zu den wenigen, verbliebenen Faunenstämmen vor und wütetet dort in mehreren Wellen fast 14 Jahre lang. Im Jahr 50 des Dritten Zeitalters waren die Faune so dezimiert, dass von ihren Stämmen nur mehr drei übrig waren, die sich nach Westen über den Rhune zurückzogen, wo sie noch heute leben. Mehr als tausend Jahre später wurde Dalriada von Vhaerago Dracayren in den Drachenkriegen (400 - 406, Viertes Zeitalter) erobert, seine Städte geschleift, seine Bevölkerung unterworfen oder getötet. Nur die Svear leisteten noch Widerstand, als selbst die Tharndrakhi schon besiegt waren und Dalriada untergegangen war. Ihr Hersethan zu jener Zeit war Koltayn Leichthand, manchmal auch Koltayn Rabenschwinge genannt.

Er schwor dem Drachenkönig, dass sein Volk lieber stehend sterben, als kniend leben würde:

Wenn unser letzter Pfeil verschossen und unser letztes Pferd getötet ist, und unser letzter Mann auf dem Boden liegt, umringt von Feinden, die ihre Schwerter und Speere erhoben haben, um sie in seinen Körper hineinzujagen, dann wird dieser Mann sagen, falls er gefragt wird,: ''Wirst du jetzt unserem Reich beitreten?', 'Nein, das werde ich nicht!'


Im Winter des Jahres 405 des Vierten Zeitalters wurden die Svear daraufhin an der Rubinfurt in der Schlacht der Zahllosen Tränen fast vollkommen ausgelöscht und Koltayn starb, wie er es geschworen hatte: Sein letzter Pfeil war verschossen, sein Pferd tot. Umringt von Feinden, die ihn mit blanker Klinge bedrohten, wurde er als letzter Überlebender von allen auf dem Schlachtfeld gestellt. Vhaerago selbst kam zu ihm und fragte ihn, ob er nun das Knie beugen und Untertan des Drachen sein wollte - und Koltayn erwiderte: "Niemals!", worauf Vhaerago ihn enthauptete.

Widerwillig beeindruckt vom Mut der Männer, die für ihre Freiheit ihr Leben gelassen hatten, ließ Vhaerago der Grausame jedoch in einem Anflug von Milde die Frauen, Kinder und Alten der Svear ziehen und gab ihnen sogar Wagen und einige Pferde, auf denen sie ihre Toten vom Schlachtfeld holen konnten - so wurden aus den Svear die Wagenfahrer, die heute besser unter dem Namen Thundrassar bekannt sind. Zu Anfangs nur wenige, waren sie ein Volk, das lernen musste, sich im Sturmwind zu beugen wie das Gras der weiten Prärien, um sich danach wieder aufzurichten, und sie taten es. Die Thundrassar, wie sie sich fortan nannten, überlebten und wurden wieder stark und stolz. Aus ihrer Abneigung gegen das Reich der Drachenkönige machten sie nie ein Hehl, doch sie widersetzten sich auch nicht mehr offen oder rebellierten, und die Dracayrens ließen sie fortan weitgehend in Ruhe.

Aus den Pferden, die man ihnen gelassen hatte und den überlebenden Schlachtrössern des Krieges, aus den genügsamen Tarpanen, den Wildpferden der nördlichen Steppen und den wenigen vollblütigen Pferden der Tharndrakhi, die als Söldner im Heer Vhaeragos gedient hatten und an der Rubinfurt gefallen waren, züchteten die Thundrassar in den nächsten Jahrhunderten ein Pferd, welches Roha noch nicht gesehen hatte:  das Thunara. Schwarz wie die Mitternacht, groß und stark wie ein Schlachtross, genügsam und hart wie ein Steppenpferd und so schnell und elegant wie ein Feuerblut der Windreiter, gilt das Thunara heute als eines der besten Reit- und Schlachtrösser der Immerlande und ist bei allen berittenen Kämpfern oder Rittern heiß begehrt, auch wenn die wenigsten je eines zu Gesicht bekommen dürften. Die Thundrasser leben noch heute wie ihre Vorfahren, die Svear. Nur  für ihre großen und reich mit Schnitzereien verzierten hölzernen Wagen sind sie inzwischen beinahe genauso bekannt wie für ihre wundervollen Pferde. Von Fortschritt oder Veränderungen des Althergebrachten halten sie nur bedingt etwas und geben viel auf ihre Traditionen.

Die Thundrasser könnten reicher werden als azurianische Emire, würden sie ihre Pferde in größerer Zahl verkaufen, doch das tun sie nicht. Nächst ihren Verwandten lieben die Wagenfahrer ihre wundervollen Tiere, so dass sie sie nur selten auf dem Großen Herbstmarkt in Torhof oder im Frithland an der Silberstraße feilbieten - und wenn, dann nur Wallache, unfruchtbare Stuten und Tiere, die nach allen anderen Maßstäben wohl exzellent, in den Augen der Thundrassar jedoch nicht perfekt sind und dementsprechend keinen Thunarabrand besitzen. Hin und wieder kommt es auch vor, dass ein Thunara-Hengst an einen Fremden, etwa jemanden, der dem Volk der Thundrassar oder einem Stamm einen besonderen Dienst erwies, verschenkt wird, was eine große Ehre und hohe Auszeichnung darstellt. Niemals jedoch geben Thundrassar eine Zuchtstute aus der Hand, denn die Stutenlinien führen das Blut.

Das Schwert Tyrfing
Das Schwert Tyrfing


Einflussreiche Familien und Personen:
Frowe Wilgefortis fram Cynn Beofor, große Heilerin der Thundrassar und außerdem Gelehrte
Amalasuintha fram Cynn Mæreléon, genannt die Schwarze Rabin, die Rabenfrau oder die Herrin der Knochen, eine Schamanin der Thundrassar, lebte lange Jahre als Einsiedlerin im Tal des Punt, bevor sie aus Thunderland verschwand und sich auf Reisen durch die Immerlande begab
Æfenscop Knochenwerfer fram Cynn Dimscua, Shaman Og vom Cynn Dimscua
Gyrth Hlothere fram Cynn Aurok, Eichenpriester des Aurochstammes
Caedmon Bercthun fram Cynn Cranog, Shaman Og des Kranichstammes
Theodananda Blauzahn fram Cynn Hengest, Erzdruidin des Hengststammes
Gailamir Schwarzspeer fram Cynn Mærebera, Anführer der Randwächter, ein lokaler Held und begnadeter Reiter
Thrasamund Bärentöter fram Cynn Cranog, legendärer Jäger und Bogenschütze
Viliaris fram Cynn Dimscua, genannt der Junge Wolf, Träger Tyrfings
Léofwyn Schönhaar fram Cynn Beofor, den Gerüchten nach die schönste Frau Rohas und Augapfel ihres Volkes

Marat Safin, genannt der Schwarze Bulle, ein Anführer der Schwarzen Resande
Rinat Einhand, ein Anführer der Blauen Resande
Estastzon Purpurfeder, Anführer der Roten Resande
Iskassa die Hexe, eine Matriarchin und Zauberin der Blauen Resande
Lisilsa Marim, Eichenpriesterin der Blauen Resande
Zemfira, genannt die Dreizähnige Zem, eine Matriarchin der Roten Resande
Undadarl Grünbart, Erzdruide der Roten Resande
Meister Quenyage und die Quenyage-Sippe - berühmt-berüchtigte und sehr reiche Kaufleute der Roten Resande
Meister Bessle, bekannter und wohlhabender Pferdehändler der Schwarzen Resande
Zarala die Allwissende, eine Seherin und Wahrsagerin der Schwarzen Resande


Regionale Fest- und Feiertage:
Die Thundrassar  feiern die acht große Mond- und Sonnenfeste Ealaras im Laufe eines Zwölfmondes. Diese sind Samhain in der Nacht zum und am 1. Nebelmond, Mean Geimhridh, die Wintersonnenwende am 21. Langschnee, Imbolc in der Nacht zum und am 1. Eisfrost, die Frühlingstagundnachtgleiche, ein Sonnenfest am 21. Taumond, Beltane in der Nacht zum und am 1. Goldschein, Mean Samhraidh, die Sommersonnenwende am 24. Goldschein, Lammas oder Lúnasa in der Nacht zum und am 1. Beerenreif und die Herbsttagundnachtgleiche, ein Sonnenfest am 21. Erntemond.


Regionale Währungen und Maße:
Es gelten die Allgemeinwährung und die allgemein üblichen Maße, die Thundrassar praktizieren untereinander jedoch auch viel Tauschhandel und Münzen eigentlich nur beim Handeln mit anderen, etwa in Torhof oder in Frith.

 

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