~ Das Mana und die Manageborenen ~

Mana ist die magische Energie, die allen Zauberkundigen angeboren ist, ihre Zauberkraft. Mana ist auch die Einheit, mit denen Magier das Wirken ihrer Zauber "bezahlen". Es ist die Kraft, die ein Magier aufbringen muss, um erfolgreich einen bestimmten Zauber zu wirken und je nach Zauber kann dies wenig, mehr oder sehr viel sein. Mana bestimmt auch das Maß an Kontrolle, welche der Magier über seine Kunst ausübt. Im Laufe seines Lebens kann der Magier diese magische Kraft steigern, jedoch nur bis zu einem gewissen Höchstgrad (320 Punkte).  

Ein Kind wird mit Mana, der Begabung für arkane Magie, geboren werden und auch das Element steht von Geburt an fest. Da das Mana über das Blut weitergegeben wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder zweier Magier ebenfalls mit arkanem Talent geboren werden sehr groß. Es gibt einige uralte Zauberfamilien, die sich ihrer arkanen Reinblütigkeit rühmen,  und sorgfältig darauf achten, ihre Kraft nicht durch magieloses Blut zu verderben.


Zum ersten Mal macht sich das Mana im Alter von zehn bis zwölf Jahren bemerkbar. Kleinere elementare Unfälle, wie ein Windstoß in einem abgeschlossenen Raum, ein Funke aus dem Nichts oder ein kleiner Blitz sind zuweilen ein gutes Indiz für arkanes Talent. Solche Kinder nennt man Manageborene, ganz gleich, welchen Weg der Magie sie später einschlagen. Wie ausgeprägt diese Begabung ist, variiert von Kind zu Kind, generell ist sie jedoch zu Beginn sehr schwach und steigt im Lauf der Zeit auch nicht von selbst an.

Die natürliche Magiebegabung entwickelt sich nur und ausschließlich dann weiter, wenn sie von dem Begabten auch angenommen, gefördert, geschult und weiter ausgebaut wird, wenn er sich also darin übt. Manche Menschen haben ein derart ungezügeltes Temperament, dass sie in besonders emotionalen Augenblicken unwillkürlich auf ihr Mana zurückgreifen und dadurch ihre Kräfte ungewollt steigern. Zu Anfang trägt jeder Manageborene nur einen Manafunken (5 Punkte) in sich. Wird diese magische Begabung bis zum sechzehnten Lebensjahr, dem Beginn der Großjährigkeit, nicht weiter beachtet und auch nicht angewandt, ist es dem Manageborenen nicht mehr möglich, sein Mana weiter zu entwickeln. Er wird sein Leben lang nicht mehr als diesen Funken (5 Punkte) in sich tragen und damit höchstens in der Lage sein, von Zeit zu Zeit einen einzigen, kleinen Zauber zu wirken.  Wesen, welche nur diesen Funken behalten, werden als Magiebegabte bezeichnet.


Manageborene Kinder können verschiedene arkane Wege beschreiten. Sie können Schüler eines Lehrmeisters werden, eine Zauberschule oder gar eine der großen Arkanas besuchen und dort entweder vollwertige Magier oder einfacher Zauberer werden. Verschiedene Umstände, Unwissenheit oder Unwillen können jedoch auch dazu führen, dass ein magiebegabtes Kind weder Magier noch Zauberer, sondern Hexer wird, ein unberechenbarer, chaotischer Anwender der arkanen Künste.


Nur Magier sind dank ihrer Ausbildung in der Lage, irgendwann ihr volles Potential selbstbestimmt und selbstbeherrscht auszuschöpfen. Zauberer geben sich mit geringem Mana und schwachen Fähigkeiten zufrieden, Hexer aber sind zwar mächtig, doch dem Chaos unterworfen. Sie werden, unternehmen sie nichts dagegen, irgendwann zwangsläufig zu Gebrannten oder Verzehrten, die dem Tode geweiht sind, da ihre Körper das Mana nicht mehr halten können und es sie bei lebendigem Leib verzehren wird. Denn Mana ist keine tote Essenz, aus der man beliebig schöpfen kann. Mana ist eine Kraft die atmet, wächst und verlangt, die in den Adern brennt und gegen ihre Grenzen andringt und deren Beherrschung eine Kunst ist – und die sich gegen ihre Fesseln stemmt und sich ausbreitet, wenn man sie nicht einschränkt.

 

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