~ Die Elbenvölker der Immerlande ~


Die Waldelben oder Sarnisa'ya

 


Heimatlande:
Die Sarnisa'ya oder Waldelben besiedeln eine einzige Insel des Sidh'Amriel Archipels, die sie ihre Heimat nennen, fernab von den geschützten Elbenreichen im Westen der Immerlande.


Physische Erscheinung:
Die Waldelben ähneln ihren Vorfahren, den Laikeda'ya noch immer stark, auch wenn sie mittlerweile dunklere Hautfarben aufweisen. Sie sind schlank und hochgewachsen wie alle Elbenvölker, athletisch und anmutig, und von großer Schönheit. Mit einer Durchschnittsgröße von  1,75 – 1,90 Schritt sind sie jedoch wie ihre Ahnen etwas kleiner, als es sonst für Elben üblich ist. Ihre Haut ist von einer warmen, lichtbraunen Waldhonigfarbe mit einem zarten Schimmer, der wesentlich weniger ausgeprägt ist, als bei allen anderen Angehörigen der Schönen. Ihre schrägen Katzenaugen weisen alle Farbschattierungen von Rotbraun und tiefem Smaragdgrün auf, und sind meist silbrig oder golden gesprenkelt. Das hat ihnen auch den Ruf eingebracht hat, sie hätten "Zwielichtaugen", da sie, vor allem, wenn sich Licht in ihnen bricht, glühen und schimmern wie kostbare Edelsteine. Die unter den Waldelben am häufigsten vorkommenden Haarfarben sind warme Brauntöne in allen Nuancen, auch rötlichschwarzes oder wirklich rotes Haar in allen nur erdenklichen Nuancen und Schattierungen ist nicht gerade selten – nur helles Blond findet man bei den Sarnisa'ya nie, ebenso wenig wie sehr helle Augenfarben.


Lebenserwartung und Widerstandskräfte:
Auch die Waldelben sind - wie alle Elben mit Ausnahme der Shebaruc - unsterblich, es sei denn, ihr Leben wird durch äußere Gewalteinwirkung oder eigenen Willen vor ihrer Zeit beendet. Resistenzen gegen einige gewöhnliche Krankheiten sind ihnen zwar angeboren, doch müssen sie ebenso wie der Körper wachsen, und erreichen ihren vollen Umfang erst mit der Elbenreife im Alter von etwa fünfzig Jahren. 


Besondere Fähigkeiten: 
Waldelben verfügen über Nachtsicht ähnlich der von Katzen und besitzen ein sehr scharfes und ausgesprochen feines Gehör. Sie riechen zudem etwas besser als es beispielsweise Menschen tun, aber weit weniger gut als etwa Narge und längst nicht so gut wie die meisten Tiere. Darüber hinaus verfügen sie über die Fähigkeit der Empathie und ein ganz besonders inniges Verhältnis zu Anukis großartiger Schöpfung, der Tierwelt. Sie sind ausgezeichnete Beobachter und besitzen ein natürliches Verständnis für die Körpersprache der Tiere, was ihre besondere Empathie für Anukis' Geschöpfe erklären mag. Außerdem ist ihr Orientierungssinn selbst für Elben ungewöhnlich gut.
 

Magiearten:

Wie alle Elben besitzen die Waldelben Harfnermagie und - alle, welche auf den Immerlanden geboren wurden - auch Arkane Magie. Sie haben wie alle unsterblichen Völker keinen Zugang zur Runenmagie und wie alle Elben keinen Zugang zum Schamanismus. Was die Wege der klerikalen Magie angeht, so stehen ihnen dort alle offen.


Restriktionen: 

Wie alle Elben können auch die Sarnisa'ya nicht träumen, wenn sie ruhen. Die Traumpfade sind ihnen verwehrt und damit auch der Weg des Schamanismus. Wie ihre Vorfahren, die Smaragdelben, können sie keinerlei Metall verwenden oder direkt berühren, ohne dabei körperliche Schmerzen zu leiden. Auch ertragen sie den Aufenthalt in engen, überfüllten Städten, in großen Steinhäusern oder gar Festungen nur schwer - es ist ihnen zwar grundsätzlich möglich, doch sie gewöhnen sich üblicherweise nie wirklich daran und geben der freien Natur stets den Vorzug.


Kleidung und Schmuck: 
Waldelben sind, bedingt durch ihre warme, immer sommerliche Heimat, noch viel freizügiger, was ihre Kleidung angeht, als alle übrigen Elbenvölker. Sie lieben es zwar, sich zu schmücken und zu bemalen, sie tragen aufwendige Tätowierungen oder komplizierte Narbenmuster mit großem Stolz und schmücken ihre Körper mit den wildesten Farben, aber mit Leder oder Stoffen verhüllen sie sich eher spärlich und bedecken tatsächlich meist nur das allernötigste. Jäger der Sarnisa'ya tarnen sich des Nachts oft mit aufgemalten Mustern aus den Farben phosphoreszierender Pflanzen oder Tiere, und verschmelzen dadurch förmlich mit dem Wald um sie her. Anstatt kostbarer Seiden- und Schleierstoffe tragen Sarnisa'ya zu festlichen oder rituellen Anlässen wundervolle und äußerst filigrane Federgewänder oder Kleidung aus zartesten Blütenblättern und daunenweichen Pflanzenfasern, nicht minder prächtig anzuschauen als Kleider aus edelstem Brokat und golddurchwirkter Feenseide. Ihren Schmuck stellen die Sarnisa'ya vornehmlich aus Knochen und edlen Hölzern her, aber sie verwenden auch Edelsteine, Perlen, Korallen und Perlmutt sehr gern und ausgiebig, ebenso wie schillernde Federn, glänzende Krallen und ähnliches. Sie tragen keinerlei Metall, weder edles noch unedles noch Legierungen, und verwenden es auch sonst nirgends im täglichen Leben.


Lebensgewohnheiten und Verhalten: 
Wie ihre Vorfahren, die Laikeda'ya führen auch die Waldelben ein Leben, das äußerst eng mit ihren Wäldern, den Pflanzen und Tieren ihrer unmittelbaren Umgebung verknüpft ist. Sie existieren in tiefer Harmonie und völliger Hingabe mit und an die Natur, doch man sollte nicht den Fehler begehen, sie für harmlose spitzohrige Spinner und friedliebende Baumkuschler zu halten. Sarnisa'ya besitzen ein ebenso stürmisches, temperamentvolles Naturell wie die Smaragdelben auch, sie sind schnelle und tödliche Jäger, exzellente und äußerst geschickte Krieger und genauso wild und unbezähmbar wie ihre zwar wunderschöne, doch ebenso gefährliche Heimat. Zudem waren ihre smaragdelbischen Vorfahren ein äußerst kriegerischer und kampflustiger Elbenschlag – ein Umstand, dem die Sarnisa'ya ihre Entstehung verdanken, schließlich war es der Rachedurst der Laikeda'ya-Häuser Ri'aruen, Maluralach, Onaerden, Wyntameno, Sadyamitar und Tianterynoes, der sie einst bei der Verfolgung Mordren Shunjanars und seiner widernatürlichen Verbündeten auf die Sommerinseln brachte. Dort fanden sie ihre neue Heimat und gründeten ein neues Elbenvolk, das jüngste aller Völker der Schönen. Ihr Leben ist schlicht und folgt dem beständigen Rhythmus, den Amitaris und Anukis großartige Schöpfungen vorgeben. Sarnisa'ya betreiben keinerlei Ackerbau... und wozu auch? Die Urwälder geben ihnen alles, was sie zum Leben benötigen in Hülle und Fülle. Dabei gestalten sie ihr einfaches und harmonisches Leben in der Tiefe der Dschungel keineswegs primitiv oder gar rückständig. Sie sind nur stets bestrebt und bemüht, die natürlichen Gaben ihres Lebensraumes so zu nutzen, dass sie weder ihre Umgebung zu deren Nachteil verändern, noch sie zerstören. Paradoxerweise haben sie sich auf diese Weise und mit eben dieser Philosophie einen erstaunlichen Luxus was ihren Lebensstandard angeht geschaffen – sie sind allerdings so wenige und ihre Heimat bietet eine solche Fülle für alle, dass das auf Merlâron schlicht und einfach auch möglich ist.


Religionen: 
Die Sarnisa'ya verehren neben Faêyris und Shenrah vor allem Anukis und Amitari und huldigen kaum anderen aus dem Kreis der Zwölf Mächte, auch wenn sie diese natürlich alle respektieren und ehren.


Sprache(n):
Die Sarnisa'ya sprechen untereinander Shidar, die meisten von ihnen beherrschen die Allgemeinsprache jedoch sehr gut und viele sprechen und verstehen auch das Que'chua der Chanka und das Hiri'Mothú der Amrielaya.    


Vorurteile: 
Vorurteile hegen die Fremden gegenüber in ihrer Wildheit, Selbstverständnis und angeborenen elbischen Gelassenheit oft überheblich und arrogant wirkenden Waldelben tatsächlich nur gegen die - aus ihrer Sicht usurpatorischen - Amrielaya, das Sommervolk, gegen die sie sogar sehr lange gekämpft haben. Im Gegensatz zu ihren Vorfahren, den Laikeda'ya, verstehen sie sich mit anderen Menschenvölkern jedoch durchaus und das sogar sehr gut. Zu den Chanka der Sommerinseln, ja sogar zu vielen Piratenbruderschaften pflegen sie gute, oft sogar freundschaftliche Beziehungen und sie schätzen die Feuerzwerge – vor allem als Handelspartner – sehr. Die Shebaruc hingegen hassen sie mit Inbrunst.


Übliche Berufe: 
Jäger, Waldläufer, Kürschner und Federwirker, Töpfer, Holzschnitzer, Alchemist und Naturforscher, Entdecker, Gerber, Krieger, Künstler, Sänger, Priester, Späher, Bogenschütze... die Sarnisa'ya führen ein aus menschlicher Sicht vermutlich geradezu primitives Leben als wildes Urwaldvolk. Sie sind jedoch alles andere als "primitiv", im Gegenteil. Auf dem Gebiet der Kräuterheilkunde in etwa haben die Anirani der Sarnisa'ya in den letzten fünfhundert Jahren bahnbrechende Entdeckungen gemacht und diese auch in zahlreichen wissenschaftlichen Schriften festgehalten. Auch die Erforschung verschiedener Tier- und Pflanzengifte der Urwälder verdanken die Völker der Immerlande unter anderem auch den Waldelben.  

Waffen und Rüstungen:
Wie auch die Laikeda'ya ertragen die Waldelben keinen Kontakt zu Metall gleich welcher Art. Sie tragen ausschließlich Waffen aus Feenholz, Elbenschwerter und andere "Klingenwaffen", Bögen, Armbrüste oder Kampfstäbe aus diesem besonderen, heiligen Material.  Feenholzwaffen können ausschließlich von Sarnisa'ya und Smaragdelben verwendet werden. Auch ihre Rüstungen sind aus Feenholz gefertigt und aufwendig aus dem eisenharten Material hergestellt. Sie gewähren einen ausgezeichneten Schutz bei fast optimaler Bewegungsfreiheit, können aber wie auch Feenholzwaffen nur von diesen beiden Elbenvölkern getragen werden.

 

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