~ Das Silbermeer ~

 

Das Silbermeer, das Amurisaris, wie die Elben es nennen, umspült die Westküsten der Immerlande und ist der zweitgrößte Ozean Rohas. Im Nordwesten um Immerfrost trifft das Silbermeer auf die kalten Fluten des Treibeismeeres, im Südwesten, um das Kap von Ni'Seril, auf die grünen Wasser der Jadesee. In seinen fernen Weiten sollen sich einstmals die untergegangenen Himmelsinseln, sagenhafte erste Heimat der Götter auf Roha und Wiege der Elben, befunden haben. Die Gelehrten wissen nicht, wie groß das Silbermeer genau ist, aber die Seefahrer nehmen an, dass es mindestens ein Fünftel Rohas bedeckt, wenn nicht mehr.

Frostnebelküsten im Süden Immerfrosts
An den Frostnebelküsten

Nebenmeere:
Die wenigen bekannten, doch dafür recht großen Nebenmeere des Silbermeeres sind der Golf von Fa'Sheel, die Bucht von Corvallen und das Dämmermeer.


Inseln:

Wie viele Inseln es tatsächlich im Silbermeer geben könnte, wissen alle Entdecker, Seefahrer, Abenteurer und Gelehrte der Immerlande nicht zu sagen, da Amurs Bann der Schifffahrt Grenzen auferlegt. Es sind also nur jene bekannt, die zu den Immerlanden gehören – doch auch das sind im Silbermeer schon viele. Vor der Westküste Immerfrosts liegen die Inseln Halikko, Raisio und Taiko, und an den Frostnebelküsten des südlichen Immerfrost gibt es auch noch mehrere kleine, unbenannte Eilande. Entlang der Küste der Rhainlande ziehen sich ganze Ketten aus kleinen Eilanden, aufgereiht wie Perlen auf einer Schnur. Siebenfels, ein wesentlich größeres Eiland, ist die einzige südlichere Insel vor der Küste der Elbenlande.


Angrenzende Länder und Reiche:

Das Königreich Immerfrost, die Rhaínlande und die Elbenreiche Logren, Erryn und Damaresamrun.


Bedeutende Zuflüsse:

In Immerfrost münden zahlreiche kleinere und größere Flüsse ins Silbermeer. Die wichtigsten sind Jäävesi, Sade, Varjo, Sankarivirta, Tern, Iltavesi, Lohivesi, Lohivirta und Rautajoki. Auch in den Rhainlanden mündet eine Vielzahl von Flüssen in diesen Ozean, allen voran der mächtige Rhaín, aber auch Wijdehart, Eewen, Màs und Wraak. In den Elbenlanden sind die wichtigsten Zuflüsse zum Silbermeer Saene, Iôrfares, Fayesrane, Relaro und Teryno, Narafares, Shannar, Faênrane und die Calâimfares, die 'Singenden Wasser'.


Wichtige Hafenstädte:

In Immerfrost sind dies Pargas, Merikaupunki, Vahto, Uvila, Nachtschimmer, Alastaro, Korkaupunki, Ammattikeskus, Luvia und Harju. Die bedeutsamsten Hafenstädte der Rhaínlande am Silbermeer sind Walraven, Halverwege, Rekenhael, Fa'Sheel, Stormhavn, Eewenward, Zeeward und Môrhavn. In den Elbenlanden wären an dieser Stelle noch Nuortaran, Asarida Siranis, Muroran, Carvallen, Lyrtaran, Sîrintaran, Aimsir, Losaîtaran und Tamarunmyr am Übergang vom Silbermeer zur Jadesee zu nennen.


SilberheringTierwelt:

Die Naturkundler und Gelehrten der Immerlande vermögen natürlich nicht zu sagen, was alles verborgen in den Tiefen oder in den unendlichen Weiten des Silbermeeres lebt, doch viele Tierarten dieses Ozeans sind auch bekannt, vor allem natürlich jene, die seine Küstenregionen bewohnen. Obwohl viele Fischarten den Naturkundlern noch unbekannt sind, weiß man, dass weit über siebenhundert von ihnen das Silbermeer bevölkern, unter ihnen auch zahlreiche große Fische wie Haie, Schwertfische und Rochen.

Für die Fischerei Immerfrosts und der Rhaínlande am bedeutsamsten sind hier Silberhering, Dorsch, Schwertfisch, Knurrhahn, Hern und Skil, Aale, Zander, Hornhechte, Sprotten, Quappen, Seewölfe, Zwölfaugen und eine Vielzahl von Butten und Flundern. Im südlichen Silbermeer spielen vor allem Schwert- und Speerfische, Stachelmakrelen, Haie, Meeraale, Sardinen, Hecht- und Dornbarsche, Schwalbenfische, Barben, Seehasen, Drachenfische, Marline, Rote und Weiße Tunas, eine Vielzahl von Rochen und Sternhausen eine Rolle. Auch Wale und Farlire kommen im Silbermeer vor, vor allem Königsfarlire, Silber- und Stundenglasfarlire, Hornrücken, Finner und Drachenwale, Cachalots und Mondwale.

Für das Silbermeer typische Robbenarten sind Seebär, Seehund, Graurobbe und Amuristjar. Auch zahlreiche Garnelen, Krabben, Krebse und Muscheln kommen in diesem Meer vor, von Bedeutung sind hier im Norden vor allem Schneekrabben und Blaue Königskrabben und Frosthummer sowie im Süden Silberkrabben, Langusten und Dorne.


Besonderheiten und Gefahren:

Das Silbermeer gilt als raues, stürmisches Meer, so lieblich seine Küstenlandschaften und so flach und ruhig seine Strände oftmals auch wirken mögen. Auf offener See herrschen nahezu ständig heftige Winde, Flauten sind äußerst selten und vor allem im Herbst und Winter gibt es zahlreiche, oft schwere Stürme. Das Silbermeer ist vor allem im Golf von Fa'Sheel berüchtigt für die allerorts gefürchteten Sturmfluten, die schon mehr als einmal weite Teile der Rhaínlande verwüsteten. Bei den Seefahrern gefürchtet sind auch die Untiefen der Walbuckel, weit draußen im Golf von Fa'Sheel liegender, sehr flacher Inseln, die kaum höher als ihre namensgebenden Vorbilder aus der See ragen. An ihnen bilden sich Nebelbänke, die so manchen unerfahrenen Kapitän schon im seichten Wasser auf Grund laufen und sein Schiff leck schlagen ließen – verloren in den Weiten des Silbermeeres. Eine weitere Gefahr dieses Meeres sind die Piraten, die im Silbermeer eine wahre Plage darstellen und die reiche Silbermeerhanse um ihre wertvollen Frachten erleichtern, wo immer sich ihnen Gelegenheit dazu bietet. Und dann wäre da noch ein mysteriöses Geisterschiff die Verdomde, dazu verdammt, auf dem Silbermeer unter ihrem untoten Kapitän und seiner ebenso untoten Mannschaft zu kreuzen, bis die wahre Liebe einst allesamt erlösen mag - oder eben auch nicht. All das macht das Reisen auf dem Silbermeer durchaus zu einem Abenteuer.

Silbermeer


Schifffahrt:

Das Silbermeer dürfte schon wegen der regen Bemühungen der Hanse und trotz aller Piraterie das meist befahrene Meer ganz Rohas sein. Während in Immerfrost zwar auch einiger Handel, aber doch hauptsächlich Fischfang betrieben wird, haben sich die Rhaínlande vor allem im Fünften Jahrhundert mit der Erfindung der Karavelle zu einer der großen Seefahrernationen der Immerlande ausgewachsen, die berühmt für ihre unerschrockenen Südmeerfahrer ist. Rhaínländische Seefahrer trotzen Piraten, Stürmen und allen Gefahren und segeln sogar bis zu den entlegenen Sommerinseln im Südmeer, um dort lohnende Geschäfte zu machen. Die Elben betreiben zwar viel Segelschiffahrt in ihren Küstengewässern, meiden jedoch das offene Meer und entfernen sich für gewöhnlich nicht mehr weit vom Land in ihren pfeilschnellen Katamaranen.

 

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